Apples
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Hanna- (19), Augsburg
Ich fand, dass hier zu sehr auf achso-kaputte-Jugend gemacht wurde. Die Perspektivenwechsel waren aber interessant. 16.11.08
s77h (31), Berlin
Ein schönes Buch! 13.09.08
drachenkind (26), Köln
zu anfang war es doch befremdlich. etwas langweilig und sprachlich nicht gerade herausragend. beim weiterlesen allerdings musste ich feststellen, dass die sprache in die geschichte passt und eigentlich nichts langweilig ist. es ist ein comic. ein comic wie ihn das leben schreibt. ein gar nicht so unrealistisches bild unserer heutigen jugendlichen gesellschaft. erfrischender weise von jemandem geschrieben, bei dem die zeit noch nicht eine halbe ewigkeit her ist, sondern jemand der noch weiß wie es in seinen jungen jahren war. vielleicht gerade weil alles sehr comic-mäßig geschrieben ist bleibt einem hier und da die luft weg und man fragt sich...kann das sein? nee...ist doch viel zu krass, viel zu übertrieben...um dann zu überdenken...doch! es kann sein, es ist möglich und es passiert, leider öfter als wir uns vorstellen können! traurig aber wahr. bleibt nur zu sagen, wer die realität nicht scheut, dem ist das buch durchaus zu empfehlen! 18.08.08
nokens (20), Leipzig
Entgegen der hier verbreiteten Meinung finde ich das Buch recht langweilig. Selbst wenn man davon absieht, dass diese oder ähnliche Geschichten schon des öfteren geschrieben wurden, bleiben für mich trotzdem einige Kritikpunkte offen. Zum Beispiel finde ich Die sprachliche Gestaltung der verschiedenen Charaktere einfach misslungen, was meiner Meinung damit zusammenhängt, dass die Figuren jeweils aus der Ich-Perspektive erzählen. Dabei besteht nämlich eine Diskrepanz zwischen der gewählten Sprache beziehungsweise der Abstraktionsfähigkeit der Figuren und deren Hintergrund, sozialem Umfeld, Verhalten usw. Insgesamt fand ich die Geschichte einfach nicht besonders authentisch. 12.08.08
kosmos (22), Bochum
Richard Milward stellt eine Jugend dar, die geprägt von Drogen, Gewalt und Sex ist. Auch wenn dies kein neues Thema ist, ist die wiedergabe dessen so krass und direkt wie selten. Dabei ist das Buch keine Sozialkritik, sondern eine reine Darstellung der Verhältnisse. Wirklich lesenswert. 11.08.08
das_s (31), Hamburg
es war doch einiges im vorfeld über dieses buch zu lesen, die crazy liebesgeschichte von adam und eve, die gegensätzlicher kaum sein könnten, das krasse bild der jugendlichen, deren lebensaufgabe darin zu bestehen scheint, sich mit dem konsum diverser drogen und hemmungslosem sex den alltag in der englischen kleinstadt-tristesse zu verschönen usw. usf. dann nimmt man das buch in die hand und beginnt zu lesen. und zack ist man drin in dieser welt. man spürt die tristesse, man spürt die rastlosigkeit, man fühlt die orientierungslosigkeit. man will ständig gern eingreifen ins geschehen, kann aber logischerweise nicht, also liest man gebannt weiter – auch wenn es nicht immer schön ist. wer filme wie »ken park« und »kids« mag, der wird in »apples« das passende buch finden. 07.08.08
chouette (25), Berlin
Wer glaubt, das Leere und Trostlosigkeit den abgehalfterten Gestalten eines Houllebecq vorbehalten sind, wer vergessen hat, wie einsam und haltlos sich ein Teenager fühlen kann, dem sei die verhinderte Liebesgeschichte zwischen Adam und Eve ans Herz gelegt. Eve ist 15 und alles andere als die Unschuld aus dem Paradies. Vom Apfel der Erkenntnis hat sie bereits vor einer Weile gekostet, betäubt aber quälende Sinnfragen mit Drogen- und sexuellen Exzessen. Adams Leben ist ebenfalls alles andere als problemfrei, doch er will seine romantischen Hoffnungen noch nicht ganz verloren geben. Mit seinem Erstling ist Richard Milward eine zeitgemäße, manchmal fast poetische Version von "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" gelungen: Man will nicht immer weiterlesen, aber man muss. 30.07.08
Victor (23), Hildesheim
Ja, man kann den Milieustudien-Charakter betonen, aber wen das gähnen lässt, dem möchte ich zurufen: Neinein, nicht so! Es muss an dem Cover liegen, diesen Farben, diesem unglaublich anziehenden Grün! Für mich hat es den Ort Middlesbrough koloriert und all seine Charaktere, und so habe ich „Apples“ weniger als krasse Realität denn als realistischen Comic gelesen - im besten Sinne. Ein Trip in eine (was sonst?) durch Drogen, Sex und Gewalt definierte jugendliche Gegenwelt, in der wir Horden notgeiler Jungs in bunten Jogginganzügen treffen, die schönsten Mädchen der Schule und den charmant-verklemmten Adam, der sich tatsächlich anstellt wie der erste Mensch. Eingerahmt und notdürftig zusammengehalten von den Vorboten einer trostlosen Realität: den Eltern. Bis die Eltern zusammenbrechen und die Realität einbricht. Ein witziges, ein trauriges, ein saftiges Buch über die Zeit des Aufbruchs. Ich wünsche viel Spaß. 10.07.08
Sabine (30), Berlin
Wer den Richard Milward aus "Apples" lesen hören möchte, kann diesem Link folgen: http://www.dazeddigital.com/radio/book_readings/richard-milward/ 28.06.08
ljunker (27), Berlin
Zum Video » "Apples"-Rezension bei Literaturkritik.tv
16.06.08
ljunker (27), Berlin
Tolles Buch. Milward schafft es, seine Charaktere absolut glaubwürdig darzustellen. Im Gegensatz zu z.B. "Feuchtgebiete" versucht "Apples" nicht bemüht zu provozieren und schockiern. Es ist einfach ein Ausschnitt einer Working-Class-Jugend in Middlesbrough. Krass genug. Und die Jungs kommen nicht gerade gut weg bei Milwards "Anti-Macho-Märchen". Wirklich gelungenes Debüt des damals gerade mal 19-jährigen Autors. Aus Middlesbrough. 16.06.08




