Wenedikt Jerofejew

Aufzeichnungen eines Psychopathen

Alltag  Gesellschaft  Jugend  Porträt  Roman  Russland  Tagebuch

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€ 17,80


in 2-3 Tagen lieferbar

Tropen Verlag
2004, Auflage 1, 192 Seiten, 15 x 21,5 cm, mit Schutzumschlag
Übersetzung aus dem Russischen, Thomas Reschke

ISBN: 978-3-608500-63-9

Zum ersten Mal nimmt der Leser mit diesem Buch hautnah Anteil am Leben von Wenedikt Jerofejew, dem Kultautor von Die Reise nach Petuschki. Aufgewachsen in der unwirtlichen Industriestadt Kirowsk in der Familie eines Trinkers, wird der sensible und hochbegabte Wenedikt schon früh mit dem bewährten russischen Allheilmittel gegen Seelenschmerz konfrontiert. Von vornherein hat er kaum eine Chance, sich einzugliedern und ein normales Leben zu führen.

Im Jahr 1956 bricht die sowjetische Wirklichkeit mit aller Brutalität über ihn herein: Unter dem Vorwand der Bummelei und ständigen Trunkenheit wird der unbequeme Student, dessen Vater kurz zuvor nach langjähriger Lagerhaft gestorben ist, von der Universität geworfen. Dann kommt auch sein Bruder in einem Arbeitslager um. Völlig verzweifelt beginnt der 17-jährige daraufhin die Arbeit an seinem Tagebuch. Darin demontiert er mit beispiellosem sprachlichen Furor und im virtuosen Spiel mit einem vulgären Alltagsvokabular alle überkommenen moralischen und geistigen Werte und erhebt den Rausch zum literarischen Stoff.

In einer Zeitspanne von knapp zwölf Monaten verfaßt, stellen die Aufzeichnungen eines Psychopathen das zugleich traurige und beißend komische Werk eines jungen Mannes dar, der sich auf die Suche nach Liebe und nach sich selbst begibt. Der Rat von einem guten Freund seines Vaters begleitet ihn auf seinem Weg: »Fühlen muß man klug, nicht mit dem Kopf, aber klug.«

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EMPFOHLEN VON ...

klaus_s (25), Berlin

 

Thien Tran, Köln

Dieses Buch habe ich Korrektur gelesen. (die zwei Tage vergingen wie im Flug.)  29.07.08

taz

Aufzeichnungen eines Psychopathen gehört zu den Büchern, für die gilt: Wenn Sie es nicht zwei Mal gelesen: so haben Sie es nicht ein Mal gelesen.

Der Tagesspiegel

Jerofejew ist so russisch, dass es einem die Tränen in die Augen treibt: mal vor Lachen, mal vor Weinen - und manchmal vor Rührung darüber, wie es jemand mit 18 Jahren schafft, im Schatten der Klassiker zu schreiben und dennoch originell zu sein.

Neue Zürcher Zeitung

Die euphorisch-melancholischen Grenzgänge des Antihelden Wenedikt Jerofejew halten wundersame Überraschungen bereit.

NDR Kultur

Ein verfluchter Autor, ein Poet maudit, aber so ganz ohne Pose, ohne Allüre der Dekadenz. Sehr lesenswert.

Süddeutsche Zeitung

Wenedikt Jerofejews großartige "Aufzeichnungen eines Psychopathen" beschreiben die Jugend im frühen Post-Stalinismus in finstersten Farben und magenumstülpendem Realismus.

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