Mikael Torfason

Der dümmste Vater der Welt

Familie  Gender  Gesellschaft  Roman

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€ 18,80


vergriffen

Tropen Verlag
2003, Auflage 1, 256 Seiten, 15 x 21,5 cm, Schutzumschlag
Übersetzung aus dem Isländischen, Tina Flecken

ISBN: 978-3-932170-65-2

Marteinn Máni Saevarsson ist 28 Jahre alt und steckt, gelinde gesagt, in der Krise. Nach seiner Krankschreibung findet sich der völlig verunsicherte Sportjournalist plötzlich in der Rolle des Familienvaters und Hausmanns wieder. Doch seine Kinder begegnen ihm mit Desinteresse. Nur die mittlere der drei Töchter liebt ihn abgöttisch, aber die, so vermutet Marteinn, entstammt der Affäre seiner Frau mit einem Schauspieler. Zu allem Überfluß wurde ihm ein künstlicher Darmausgang gelegt und nun beschleicht ihn auch noch das beunruhigende Gefühl, die Ärzte hätten dabei etwas in seinem Inneren vergessen. Kein Wunder, daß er jegliche Lust auf Sex verloren hat.

In dieser Situation ringt Marteinn darum, sich selbst zu finden und die Fehler der Elterngeneration nicht zu wiederholen. In schonungslosen Monologen erfährt der Leser von den Kämpfen und Hoffnungen eines Mannes, der hin- und hergerissen ist zwischen selbstbestimmter Männlichkeit und dem modernen Idealbild des weichen, gefühlvollen Familienvaters, und sich dabei immer wieder als den dümmsten Vater der Welt erfährt.

„Der dümmste Vater der Welt“ ist das Psychogramm eines entwurzelten Nachkömmlings der 68er-Generation, der sich in seiner Rolle als Mann und Vater nicht zurechtfindet. In seiner radikalen Milieustudie rechnet Mikael Torfason, das enfant terrible der jungen isländischen Literaturszene, auf satirische und witzige Weise mit sozialen und politischen Mißständen der modernen Gesellschaft ab.

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Neues Deutschland, 08.10.2003

Ein Roman, der satirisch das verunsicherte Rollenverständnis eines selbst noch nicht richtig erwachsenen Vaters schildert.

Die Tageszeitung
Wolfgang Müller, Nov. 2003

Mikael Torfason hält die Spannung mal mit beißendem Humor, mal mit gnadenloser Bösartigkeit aufrecht.

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