Howard Zinn

Eine Geschichte des amerikanischen Volkes/ Band 6

Reformen, Repressionen und der Erste Weltkrieg

Ökonomie  Amerika  Erster Weltkrieg  Geschichte  Krieg  Sachbuch  USA

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€ 8,80


sofort lieferbar

SCHWARZERFREITAG
2006, Auflage 1, 162 Seiten, 10,3 x 19 cm
Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch, Sonja Bonin

ISBN: 978-3-937623-56-6

Gesamtband auf Platz 2 der Sachbuch-Bestenliste von NDR + Süddeutsche Zeitung im Okt 2007

In der „Ära des Fortschritts“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts verbesserten sich die Lebensbedingungen der Amerikaner rasant: durch Arbeitsschutzregelungen, gesetzliche Mindestlöhne bis hin zum „New Deal“. Howard Zinn beschreibt in Band 6 der "Geschichte des amerikanischen Volkes" die Beteiligten, Interessengruppen und Gewinner dieses Reformprozesses. Zudem schildert er, welchen Anteil der Erste Weltkrieg am Wirtschaftsboom jener Zeit hatte, und wie der Anspruch der USA, im Krieg neutral zu bleiben, schnell zur Makulatur geriet.

Die Verflechtungen in Wirtschafts- und Finanzpolitik zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten intensivierten sich schon im ersten Kriegsjahr, so dass ein Sieg der Briten gegen die Deutschen im Sinne der US-Interessen immer wichtiger wurde. 1917 entschlossen sich die USA zur Teilnahme an den Kampfhandlungen. Ob die Mehrheit der Amerikaner zu diesem Zeitpunkt den Krieg befürwortete, stellt Zinn in Frage und schildert überraschend aktuell, wie landesweite PR-Kampagnen die Unterstützung der Nation für den Krieg fördern sollten und eine „Atmosphäre der Angst“ aufbauten. Und während die Regierung mit harten Strafmaßnahmen gegen Kriegsverweigerer vorging und ein zwielichtiges Spionagegesetz schuf, um Anti-Kriegs-Parolen zu unterbinden, litt der Großteil der Amerikaner im täglichen Leben unter harten Arbeitsbedingungen an Fließbändern, Webstühlen und Nähmaschinen.

Vor dem Krieg hatte es schon Streiks gegeben, bei denen die sozialistische Partei genauso wie parteiunabhängige Arbeiterorganisationen federführend gewesen waren und zunehmend Anhänger gewannen. Nach dem Sieg der Alliierten brach die aufgestaute Frustration im Inland durch und lieferte mit Massenprotesten wichtige Impulse für jene reformerischen Errungenschaften, die aber letztlich nur einem Bruchteil der Menschen wirklich zu sozialem Aufstieg verhelfen sollten.

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