Howard Zinn

Eine Geschichte des amerikanischen Volkes/ Band 9

Carter - Reagan - Bush

Amerika  Geschichte  Irak  Krieg  Sachbuch  USA

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€ 8,80


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SCHWARZERFREITAG
2007, Auflage 1, 156 Seiten, 10,3 x 19 cm
Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch, Sonja Bonin

ISBN: 978-3-937623-59-7

Gesamtband auf Platz 2 der Sachbuch-Bestenliste von NDR + Süddeutsche Zeitung im Okt 2007

In Band 9 der "Geschichte des amerikanischen Volkes" zeigt Howard Zinn, dass sich aufgrund des Zwei-Parteien-Konsens auch unter einer demokratischen Regierung die Lebensbedingungen der „einfachen Leute“ nicht verbesserten. Trotzdem Carter die Unzufriedenheit und Wut der Bevölkerung gegenüber dem Wirtschaftssystem und den Militäraktionen im Ausland im Wahlkampf für sich nutzte und den Einsatz des Gesetzes zum Schutz der Reichen kritisierte, fanden in seiner Amtszeit keine Veränderungen des Systems statt. Der Löwenanteil der Staatsausgaben floss weiterhin in Militärprojekte; Aufwendungen für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung wurden zugunsten eines ausgeglichenen Haushalts gekürzt während gleichzeitig die Steuersätze für Spitzenverdiener gesenkt wurden. Die ungleiche Verteilung des Reichtums in Amerika blieb auch von Carter unberührt.

Mit der Präsidentschaft von Reagan und später Bush kam eine Regierung an die Macht, die nicht einmal den Hauch des Liberalismus der Carter-Regierung aufwies. In einigen Bundesstaaten wurde die Todesstrafe wieder eingeführt, die sehr konservative Besetzung der Richterposten führte zu einer weiteren Schwächung der Arbeiterbewegungen, die Arbeitslosigkeit unter Afro-Amerikanern und Schwarzen war unverhältnismäßig hoch und die Gewinnmaximierung der Großunternehmen bestimmte die Regierungspolitik. Die Kluft zwischen Reich und Arm wurde noch größer.

Auch nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und damit der „kommunistischen Gefahr“ wurde das hohe Militärbudget aufrecht erhalten. Wie zur Rechtfertigung dieser Tatsache führte die Bush-Regierung zwei Kriege – gegen Panama und gegen den Irak. Sie war redlich bemüht, einen Verfolgungswahn aufgrund der vermuteten Existenz von irakischen Atomwaffen zu erzeugen. Gleichzeitig zensierte die amerikanische Regierung die Medien während und nach dem Krieg.

In Universitäten und im ganzen Land entwickelte sich eine Bewegung gegen die Regierungspolitik, z. B. gegenüber deren Engagement in El Salvador, dem Irak-Krieg, der Streichung von Bundeszuschüssen für die Kultur; aber auch gegenüber der Politik der Großkonzerne, was zu Protesten gegen Chemie- und Atomkraftwerke und für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen führte.

Abschließend beschreibt Zinn, seine persönliche Zukunftsvision, die auf einem Vertrauen in die Widerstandsbewegung und einer Bewusstwerdung insbesondere der Mittelschicht über ihre Rolle in diesem Prozess fußt.

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