Eines Nachts habe ich einen Ausflug gemacht
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zeter & mordio |
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Tine (37), Berlin
Stilisiertes Personal, viel Situationskomik - schon wird aus einem brisanten Thema kein Problemroman sondern eine Galgen-humorge Komödie. Lesen! 19.06.08
Marc (33), Berlin
Erinnert an skurrilen, britischen Humor. Streckenweise bizarr überdreht. Kurzweilig und voller Gags. 29.04.08
ANTIFILM (37), Futuro
Julianes Sprachgebrauch erweckt, irgendwie holistisch, tatsächlich ein Neukölln in mir, die ganze Abwegigkeit Berlins, Deutschlands. Das fehlen frischer Atemluft, froher Bewegungsfreiheit und Ausdrucksfähigeit für den absurden Wahnsinn, daß alles eben genau so ist, wie es ist: gemaßregelt, antihuman, armselig, selbstbetrügerisch. Die erstickende Zwangarbeitsfreiwilligkeit der Stützebezieher kenne ich noch aus Munition, der Kleinstadt meiner Geburt. Das verzweifelte Erheben des Alltags zur Performancekunst finde ich großartig, wunderschön. Es trifft genau, wie mir Berlin vorkommt, wenn ich dort bin, oder mich erinnere. Überhaupt, warum, neben dem Sex, Kunst in den letzten 150 jahren zu einem der allerwichtigsten Bestandteile möglicher Selbstdefinition in D-Land geworden ist, habe ich noch nie so tief gespürt und gleichzeitig reflektieren können. Ich mag auch die Verkettungen der Umstände zu Zwangsläufigem in all seinen Details. Das Mäandern zwischen der Bewunderung für Grafitto oder 99cent Nippes, der Einsamkeit in Liebssehnsucht oder Multikultitrash, die Atmosphäre im Mietshaus, die fehlende Anonymität des Anonymen, das Gefühl, vor Urzeiten bereits das Gesicht verloren zu haben und alle Würde - es gäbe so viel, zu dem ich etwas sagen wollte, meine Lektüre aber nicht unterbrechen mochte. Nun ist es wieder ungreifbar, wie Luft in Flaschen. Julianes zwei Bücher las ich beidemale in einem durch! Wirklich ein gutes Buch. 21.04.08
Susanne (46), Berlin
Sisyphos goes Berlin. Hier aber nicht allein mit den Götter, sondern bedrängt von einem Heer armer Kreaturen, die doch so gern ´dazugehören´ würden. Trotz/wegen aller Abgründe hoch amüsant. 21.04.08
lilly (28), Potsdam
Mokanter Monolog eines verschrobenen Einzelgängers plus mega lustiges, überraschendes Happy End. Lesen! 09.04.08
Toriben (41), Berlin
Ein gutes, witziges, auf verschlagene Weise sarkastisches Buch, dass Einblick gewährt in das Off eines Berlins, dass sich medial gerade neu erfindet. - Und in die innere Parallelwelt eines Bewohners dieser "neuen Hauptstadt". Weiter so. macht Spaß zu lesen. 29.03.08
kellerkind
und das ist wieder so eine at-mo-sphärische sache von der unglaublichen juliane beer, die diesmal eine andere gestalt von innen zeigt. hat mich total verblüfft. 22.03.08
Judith (31), Berlin
Weder ein schlechtes Buch noch ein „Muss“. Ich konnte nicht wirklich mit der Hauptfigur mitfühlen. Die Charaktere sind irgendwie blass, obwohl die Story an sich gut ist. 06.03.08
Titel Forum
Stefan Heuer, September 2007
Eine philosophische Grundsatzdebatte, die problemlos auch als unterhaltsamer Essay hätte geschrieben werden können. Aber hallo, was wäre da an Wortwitz verloren gegangen, an Situationskomik und astreinen Dialogen.
Visions
Mai 2007
Beer gelingt mit ihrem Zweitroman eine sprachgenaue Momentaufnahme einer Gesellschaft, in der Arbeitslosogkeit zwar die Regel ist, aber dennoch als Ergebnis eines rundherum misslungenem Dasein gilt. Unterhaltsam und erschreckend zugleich.


