Ende einer Nacht
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jetzt.de, 24.09.08
Max Scharnigg
... Diese biographischen Erinnerungen reichen nun nicht aus, um tatsächlich Übersicht über die zerrütteten Verhältnisse der Schauspielerin zu kriegen. Sie genügen aber, um ihr Verhalten in dieser Nacht annähernd als Ergebnis eines langen Leidens an sich selbst zu begreifen. So richtig spannend ist ihre Drogen-Suche durchs dunkle Paris naturgemäß nicht. Man weiß, wie es ausgeht. Trotz dieser schlechten Voraussetzungen schafft es der Autor, Realität und Fiktion zu einer Atmosphäre zu verdichten, die mitunter seitenlang vergessen lässt, dass es hier um Romy Schneider geht. In ihrer rettungslosen Geworfenheit und der Kapitulation vor dem Alltag gibt sie ja eine passable moderne Romanheldin ab. Ein richtiger Schmöker wird es dennoch nicht - die chronologischen und kurzen Kapitel hacken den Leseflow dafür viel zu zuverlässig entzwei. Irgendwie aber denkt man nach dem letzten Satz des schnell zu lesenden Buchs nur: Blöde Kuh, die Romy. Und nicht: Blödes Buch, das.
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