Fremde Signale
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Denise (37), Münster
Es mag an der hohen Erwartungshaltung gelegen haben - das Buch hat mich wirklich enttäuscht. Ich finde keine der vier erzählten Geschichten (die Schutzbefohlene gehört ja auch dazu) erzählenswert, die Charaktere sind langweilig und unsympathisch. Auch sprachlich ist das Werk kein Genuss - der vermeintlich eigene Ton der jeweiligen Figuren ist wenig überzeugend gestaltet. Es wiederholen sich immer wieder dieselben Phrasen - als sei der Leser nicht in Lage, die "Stimmen" zu unterscheiden. Wirklich verwundert hat mich die z.T. doch sehr positive Aufnahme in der Literaturkritik - der Roman wird deutlich überschätzt. 25.08.08
Judith (31), Berlin
Bin nur bis zur Mitte gekommen, wo es deutliche Längen hatte. Auch das ständige Springen zwischen den drei Erzählperspektiven war mir zu anstrengend. 22.08.08
VBraunstein (46), Hamburg
Ein schön geschriebenes und auch schön aufgemachtes Buch, das in der Mitte sich ein bisschen in die Länge zieht. Doch das Ende versöhnt den Leser wieder mit dem Autor. Das Durchhalten hat sich gelohnt. Und genau geonmmen hat man vier Bücher in einem, denn die Geschichten der Schutzengel sind genauso spannend und gut beschrieben wie die der Protagonistin. 07.07.08
FAZ, 22.08.08
... Weil Fiktion und biographische Fakten hier geschickt überlagert werden, nennt die Autorin ihr Buch konsequenterweise nicht Roman, sondern Album. Aus den teilweise widersprüchlichen Blicken der Engel auf den wiederholt leichtsinnig sein Leben riskierenden Schützling aus gutem Hause entsteht eine Faszination, die durch den unsentimentalen, rauhen Ton der Stimmen verstärkt wird. "Alle reden durcheinander, aus aus diesem Durcheinander entsteht allmählich die Geschichte", charakterisiert Bob Tomba einmal die Schreibtechnik seiner Schutzbefohlenen, während er sie bei der Arbeit an einer Erzählung beobachtet. Auch "Fremde Signale" gewinnt aus dieser Art des Schreibens seine erstaunliche Komplexität und bleibt allen Perspektivwechseln zum Trotz dennoch flüssig lesbar. ...
Der Tagesspiegel, Andreas Schäfer, 8.06.2008
Geschickt hat Katharina Faber schon vorher mit Zeit- und Erzählstimmen gespielt, doch nun hebt sich auch der Vorhang, der die Welt der Lebenden von der der Toten trennt. Und am Ende dieses außergewöhnlichen Romans erlebt der Leser mit epiphanischer Wucht etwas Seltenes, einen kaum zu erklärenden Moment der „Gegenwärtigkeit von allem“, für den es nicht nur Darstellungsvermögen, ein famoses Gespür für Timing, sondern auch Weisheit, also so etwas wie heitere Demut braucht.
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Die ZEIT, Iris Radisch, 29.05.2008
»Ein sympathisches, stilles Buch über das aufreibende Leben der Toten.«
Kulturzeit auf 3sat, 16.04.08
Katharina Fabers Literatur fängt das Stimmengewirr ein - vielleicht auch, um das zu durchbrechen, was sie die "Menschentaubheit" nennt.
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