Gedanken aus Schwerkraftland
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wunderbare surreale geschichten! 07.08.08
Sebastian Himstedt, Berlin
Es ist ein Buch für Langsamleser: Man stolpert in diese Welt, entdeckt die Nischen des Schwerkraftlandes und staunt an jeder Ecke. Das Buch von Alexander Graeff ist ein philosophischer Sonntagsspaziergang durch bekannt geglaubte Gassen, die bei jedem Blick etwas Neues erfahren lassen. Graeff macht Überliefertes modern, gewinnt dem Genre der Künstlerprosa unerwartete Facetten ab; begründet neu in dem er in den Dingen auf den Grund geht. Das vom ihm verwaltete Schwerkraftland wird so ein Gegenbild zu einer Welt, die sich mit Mittelmaß und Oberflächlichkeit zufrieden stellen lässt. "Wenn Witz und Verkaufsstrategie zusammentreffen, hängt man an meinen Lippen; schließlich dröhnt der Zirkus aus der Mundhöhle und an einem bunten Speichelfaden seilt sich der August ab." Graeffs Suche nach der Essenz ist das Debüt eines jungen Schriftstellers, der sein Handwerk versteht. Umrahmt werden die Texte von eindrucksvollen Illustrationen des italienischen Künstlers Guglielmo Manenti und einer aufwendigen Bindung. Es scheint, als bezahlte man den Eintritt ins Schwerkraftland mit sprachlichen Perlen. 25.04.08


