Grünes, grünes Gras
Milena Verlag |
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Jochen Möller, Den Haag
Es ist harte Arbeit, derartige Mengen Dope anzupflanzen – so viel ist mir nach Lektüre dieses Romans klar. Noch härter aber ist es, sich durch die mehr als dreihundert Seiten dieses Romans zu ackern. Die einzige nennenswerte weibliche Figur in dieser Geschichte hängt mumifiziert von der Zimmerdecke. Die unzähligen ach so schrägen Männer hingegen sind in aller Regel zu bedröhnt, um irgendeine interessante Beziehung oder ein reizvolles Wechselspiel miteinander aufzubauen. 10.02.10
Kiara217 (25), Schalkenbach
"Grünes, grünes Gras" ist kein einfaches Buch und weit mehr als eine seichte Geschichte über ein paar Kiffer mit der fixen Idee den Planeten zu begrünen. Stattdessen wird über lange Passagen hinweg sehr ausschweifend philosophiert. Und genau das, diese seitenlangen Abschweifungen, sind der Grund dafür, warum mich das Buch mit der Zeit mehr und mehr gelangweilt hat. Vielleicht war mein Geisteszustand auch etwas zu klar, aber ich empfand es sehr anstrengend den komplexen, oft konfusen Gedankengängen zu folgen. Schade auch, dass am Ende so vieles ungeklärt bleibt. So hat mich das Buch schließlich - trotz der guten Ideen, die darin enthalten sind - etwas unzufrieden zurückgelassen. 08.02.10
Rose (56), Sottr.- Hassendorf
Sprachlich ein durchaus ansprechendes Buch, aber inhaltlich hilft es sicherlich, entweder besoffen oder bekifft zu sein, um nicht zu ungeduldig zu darauf warten, wann der trotz des übermäßigen Stoff-Konsums wider Erwarten noch nicht völlig verblödete Ich-Erzähler endlich einen Dreh findet, sich aus dieser irrwitzigen Geschichte zu befreien. 30.01.10
Elsa058 (40), Berlin
Mit T.C Boyles "Grün ist die Hoffnung" als Arbeitsanleitung verirren sich drei sehr unterschiedlich strukturierte Stadtkinder samt Hund aufs Land und bauen eine Dopefarm auf. Alles läuft prächtig. Oder? Oder werden sie für Machenschaften der unterschiedlichsten Arten benutzt, von denen alle wissen, nur sie nicht? Beim Genuss derart vieler Tröten, Ofen und Tüten in Verbindung mit jeder Menge Bier ist diese Frage nicht eindeutig zu beantworten: Entweder das Hirn ist zum Denken zu vernebelt oder die Paranoia blüht mit dem Gras um die Wette. So oder so ist das ein Zustand, der dem Hauptprotagonisten so manche spannende und amüsante Betrachtung über alles und die Welt abringt. Am Schluss ist eigentlich alles egal: der Erfolg, die Leiche, die Fotos; es kann alles weitergehn wie zuvor. Oder? Hat mir gefallen; Karoshi spielt virtuos mit der Sprache und mit Möglichkeiten einer Situation. 28.01.10


