Peter Karoshi

Grünes, grünes Gras

Detail_grünesgras

€ 18,90

sofort lieferbar

Milena Verlag
2009, 320 Seiten

ISBN: 978-3-85286-180-7


Philipp, arbeitsloser Ich-Erzähler, Anfang Dreißig, begegnet seinen zwei künftigen Auftraggebern: dem Blutigen und dem Irren. Sie befreunden sich und Philipp findet sich als Teil einer Gruppe wieder, deren Plan darin besteht, den Planeten zu begrünen.
Der konkrete Arbeitsauftrag besteht darin, 4000 Pflanzen der Gattung Cannabis sativa auf dem Land großzuziehen, auf dass Entspannung und Frohsinn um sich greifen mögen.
Fortan rackern sich Phil und seine beiden Helfer (Bert und Baya) im ländlichen Ofenburg ein Jahr lang ab, um das grüne Wachsen im Niemandsland der Provinz am Laufen zu halten und endlich ans große Geld zu kommen. Aber die Natur ist widerspenstig, das Leben in der Wildnis strapaziös, die Verführung durch Rauschwaren aller Art groß und die Menschen und ihre Bräuche auf dem Land fremd und gewöhnungsbedürftig.
Zu guter Letzt finden die drei auf dem Dachboden ihrer Unterkunft die Leiche einer Selbstmörderin und ganz Ofenburg in wirkliche Verbrechen aus der dunklen Vergangenheit verstrickt.

Mit viel Humor, außergewöhnlicher Fabulierlust und der Freude an Details erzählt Peter Karoshi eine farbige, lebendige und ausgesprochen unterhaltsame Geschichte.

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Elsa058 (41), Berlin

 

mossad (31), Hamburg

lange nicht mehr solchen schrott gelesen! bereits der titel hat mich schwer an T.C. Boyle und sein durchaus amüsantes werk "grün ist die hoffnung" erinnert, in dem sich 3 freaks dem plan verschreiben mit selbst angebautem dope reich zu werden und dabei immer paranoider werden, nur um zu merken das ihr ganzes vorhaben eigentlich niemanden interessiert. und tatsächlich weist die story erstaunlich viele parallelen auf. bis dahin, das besagtes buch auch noch als leitfaden für die akteure in diesem dient. ganz ehrlich bis dahin hab ich mich schon gequält dem wirren blödsinn zu folgen, der hier verzapft wird und habs dann letztlich nach gut 150 seiten aufgegeben. damit ist grünes grünes gras das zweite buch in meinem leben das ich mittendrin abbreche. es gesellt sich also zu "turtles, das buch zum film", dem ich im alter von 12 die gleiche ehre zu teil werden ließ und das ich mindestens 200 seiten lang ertragen hab..  09.07.10

Jochen Möller, Scheveningen

Es ist harte Arbeit, derartige Mengen Dope anzupflanzen – so viel ist mir nach Lektüre dieses Romans klar. Noch härter aber ist es, sich durch die mehr als dreihundert Seiten dieses Romans zu ackern. Die einzige nennenswerte weibliche Figur in dieser Geschichte hängt mumifiziert von der Zimmerdecke. Die unzähligen ach so schrägen Männer hingegen sind in aller Regel zu bedröhnt, um irgendeine interessante Beziehung oder ein reizvolles Wechselspiel miteinander aufzubauen.  10.02.10

Kiara217 (26), Schalkenbach

"Grünes, grünes Gras" ist kein einfaches Buch und weit mehr als eine seichte Geschichte über ein paar Kiffer mit der fixen Idee den Planeten zu begrünen. Stattdessen wird über lange Passagen hinweg sehr ausschweifend philosophiert. Und genau das, diese seitenlangen Abschweifungen, sind der Grund dafür, warum mich das Buch mit der Zeit mehr und mehr gelangweilt hat. Vielleicht war mein Geisteszustand auch etwas zu klar, aber ich empfand es sehr anstrengend den komplexen, oft konfusen Gedankengängen zu folgen. Schade auch, dass am Ende so vieles ungeklärt bleibt. So hat mich das Buch schließlich - trotz der guten Ideen, die darin enthalten sind - etwas unzufrieden zurückgelassen.  08.02.10

Rose (56), Sottr.- Hassendorf

Sprachlich ein durchaus ansprechendes Buch, aber inhaltlich hilft es sicherlich, entweder besoffen oder bekifft zu sein, um nicht zu ungeduldig zu darauf warten, wann der trotz des übermäßigen Stoff-Konsums wider Erwarten noch nicht völlig verblödete Ich-Erzähler endlich einen Dreh findet, sich aus dieser irrwitzigen Geschichte zu befreien.  30.01.10

Elsa058 (41), Berlin

Mit T.C Boyles "Grün ist die Hoffnung" als Arbeitsanleitung verirren sich drei sehr unterschiedlich strukturierte Stadtkinder samt Hund aufs Land und bauen eine Dopefarm auf. Alles läuft prächtig. Oder? Oder werden sie für Machenschaften der unterschiedlichsten Arten benutzt, von denen alle wissen, nur sie nicht? Beim Genuss derart vieler Tröten, Ofen und Tüten in Verbindung mit jeder Menge Bier ist diese Frage nicht eindeutig zu beantworten: Entweder das Hirn ist zum Denken zu vernebelt oder die Paranoia blüht mit dem Gras um die Wette. So oder so ist das ein Zustand, der dem Hauptprotagonisten so manche spannende und amüsante Betrachtung über alles und die Welt abringt. Am Schluss ist eigentlich alles egal: der Erfolg, die Leiche, die Fotos; es kann alles weitergehn wie zuvor. Oder? Hat mir gefallen; Karoshi spielt virtuos mit der Sprache und mit Möglichkeiten einer Situation.  28.01.10

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