Hermetisch offen
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Verlagshaus JFrank |
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Manuva (24), Bielefeld
Lesebesen (25), Rostock
Babe (29), Berlin
Alexander Graeff, Berlin
Tom Bresemann, Berlin
wenzel (29), Aachen
klaus_s (24), Berlin
Manuva (24), Bielefeld
großartige sprache. zu gut. 23.06.08
schlaghals (23), Magdeburg
Endlich wieder eine Ausgabe der legendären INTENDENZEN (Hg. Ron Winkler) - im hardcoverformat mit vielen neuen unbekannten Stimmen, von denen einige aber auch besser unerhört geblieben wären. 21 Text- und 1 Bildbeitrag. Fotos bzw. Abbildungen von der Lyrik-Anarchistin Ann Cotten, die man nicht wegen ihrer Texte kennen muss, sondern hauptsächlich wegen des wunderbaren Habitus'. Schloyer (Leonce und Lena Preisträger) überrascht mit einer seltsam anachronistische anmutenden Abhandlung zu Thema ökonom. Sprache vs. Gedicht. Daniel Ketteler schreibt eine stellenweise herr-, stellenweise grausliche Polemik. Tom Bresemann und Philip Maroldt werfen sich den Ball gegenseitig ins Gesicht! Unterhaltsam! Intelligent! und auch das Gegenteil der beiden, so kommt diese Ausgabe insgesamt daher ... ein muß! 09.05.08
Lesebesen (25), Rostock
Es ist zur Zeit gang und gäbe, die Rolle der Literatur zu erfragen. Die literarische Selbst- und Fremdverortung resultiert aus dem Bedürfnis nach Orientierung, welche nur menschlich, allzu menschlich ist. Die Frage nach dem Befinden und der Befindlichkeit will dabei in Erfahrung bringen, wie das Innen und Außen der Person einzuordnen sei. „Worin besteht das Verführerische an der Poesie? Wie ist die geheimnisvolle Sphäre beschaffen, an der sie entsteht? Was überhaupt sind Gedichte, jene Universen auf kleinem Raum? Und welche Position können sie gerade heute einnehmen?“ Diese Fragestellungen bestimmen eine kleine Publikation, die nicht wenig Wirkung zu haben und Perspektiven zu eröffnen verspricht. Ron Winkler hat in der Herausgabe der Anthologie Hermetisch offen Beiträge zwischen Buchdeckeln vereinigt, die sich mit diesem Thema auseinander setzen. Es ist ein notwendiges Projekt, und es ist wie ich finde glänzend gelungen. Dass dabei vieles selbst wieder literarisch ist, ist nur umso einleuchtender und gibt dem Projekt seine notwendige Konsistenz und Überzeugungskraft. Hier liest sich einiges als private Rechtfertigung, anderes als programmatischer Aufruf. Wozu noch Literatur (oder Lyrik)? ist immer wieder die Frage, die nicht nur Ausdruck einer jungen Literatur ist, sondern auch nach einer Koordinate abseits des Literaturkanons verlangt. Wird sie noch wahrgenommen und wenn ja, wie? Auch berechtigt ist die Frage: „Wer? liest die zeitgenössische Lyrik außer den zeitgenössischen Dichtern selbst?“ Dabei ist bewusst auf Stimmen verzichtet worden, die uns täglich in Feuilletons begegnen, die Stimmen der kleinen und großen Goliaths des Literaturmarktes; es sprechen hier die Stimmen derjenigen, welche auch einen Stein zu schleudern wissen gegen den Mainstream. Da ist die Rede von Gedichten als „Öffner, Schleusen, Katalysatoren“, ihre Aufgabe liege in der Einsichtnahme in die „Vorgänge eines gesamten Sprachsystems“, sie codieren Intimität, sie sind sensible allergische Reaktionen auf die realen Entitäten der Welt. Das Schreiben einerseits als Weg, „Haltung zu wahren in einer Welt, welche Wirklichkeit zu sein behauptet, sich ihrer Beweislage sicher ist“, andererseits als „Gewaltakt, der Realität generiert“. Es finden sich auch poetische Anleitungen zum Verfassen von Lyrik, poetologische Selbsteinschätzungen und produktionsästhetische Methoden. Dieses Sammelsurium beleuchtet einen Gegenstand, den man aus dem Blick des jeweiligen Künstlers einfühlsam und behutsam kennenlernt. Denn es ist doch ein allzu sensibler Gegenstand, die Lyrik. 04.05.08
Babe (29), Berlin
Eine interessante, wenn auch nicht immer gehaltvolle Beschäftigung der jungen AutorInnen mit den alten Fragen! 29.04.08


