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HOW TO magazine #2 food

Das kritische Themenmagazin

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€ 8,00

sofort lieferbar

HOW TO
2007, Auflage 1, 60 Seiten

ISBN: 1864-8614-2


In Ausgabe #2 des HOW TO magazines geht es um Nahrung und Ernährung.

Lucius Burckhardt schreibt in »Das Ende der polytechnischen Lösbarkeit« (1989), dass “Stadtplanung eine Verteilung oder Umverteilung des Leides” sei. Beispielhaft geht er auf Napoleon ein, dessen Problem es war, seine Truppen über den Rhein zu bekommen. Seine Ingenieure bauten eine Brücke, die Truppen kamen über den Rhein und das Problem war gelöst. Heutzutage sind solche absoluten Lösungen selten geworden. Die Welt ist vielschichtiger – Lösungen ohne Verlierer gibt es nicht mehr. Wenn Dresden eine Brücke baut um dem Verkehr Herr zu werden und mehr Autos über die Elbe zu bekommen, droht der Stadt die Aberkennung des UNESCO Weltkulturerbe.

»Das Ende der polytechnischen Lösbarkeit« ist gekommen – in allen Bereichen unseres Lebens – auch bei der Nahrungsmittelbeschaffung. Der Konsument kann sich für Produkte aus einer vermeintlich besseren Welt entscheiden, doch bei näherem hinschauen werden daraus chinesische Bioprodukte und Öko-Discounter, aber keine Lösung und auch keine bessere Welt. Auf diesen Lösungsmangel, der uns zu einem passiven Konformismus bei der Nahrungsbeschaffung zwingt, geht Jasmin Sidki im ersten Artikel Mission impossible ein. Doch Allerweltslösungen kann und will das HOW TO food nicht bieten. Es liefert unkonventionelle Herangehensweisen. Simon Roth dokumentiert die Hinrichtung eines Cheeseburgers – für die Schwachen, für die Menschenrechte – und Max Kornert hat in Das große Darben ungewöhnliche Vorschläge für Nahrungsmittelspenden in Dritte-Welt-Länder. Hannes Gräf schreibt über den Verlust eines der ältesten Rituale und die daraus resultierende psychische Störung – Anorexia nervosa. Dahingegen entdeckt Pia Katzenberger eine uralte Tradition wieder, die vor ein paar Dekaden Jahren noch normal war und heute vor allem an deutschen Fleischtheken verdrängt wird: der Schlachttag. All das sind Blicke über den Tellerrand. Etwas abseits der schönen, heilen Welt des Fernsehers und des Supermarktregals. Keine Skandalenthüllungen, nichts, von dem man nicht schon einmal gehört hat. Anders angeordnet und abgespielt, für das eine oder andere Ohr in einem ungewöhnlichen Ton, doch dieser macht ja bekanntlich die Musik.

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