Irrgast
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salis |
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EMPFOHLEN VON ...
Clara (21), Hildesheim
Hier geht es zuviel um Atmosphären und Verstörungen. Ein Psychogerüst nach dem anderen kracht zusammen, als Leser findet man da schwer Halt. Und warum denken sich Protagonisten eigentlich andauernd unsichtbare Freunde aus? 09.09.08
donnerstags (25), Frankfurt
Die Metapher ist simpel: Durch höhere Gewalt wird ein Wesen in eine unbekannte Gegend getrieben, ohne Chance, zurückzukommen und damit gezwungen, irgendwie zurecht zu kommen, sich anzupassen - ein Irrgast. Das ist der Stoff für diesen klar und hinreißend geschriebenen, kleinen Roman, der große und kleine Fragen aufwirft: zu Selbst-Finden, Fremdbestimmung, Glück, Sinn. Schön! Empfehlung. 25.07.08
Herr_Paulsen (39), Hamburg
Nur scheinbar geizt Mireille Zindel in Ihrem Roman „Irrgast“ mit Worten, sie erzählt viel in einer knappen, klaren und sehr präzisen Sprache, die es genau zu lesen lohnt. Das ebenso knappe Personal des Romans erfährt genau Beobachtung durch die Protagonistin Eli, die den Mord an ihrem Freund erlebt hat und den Weg zurück ins Leben erstmal nicht finden will. Bis Anna kommt. Mireille Zindel schafft eine kühle Atmosphäre der Unsicherheit, für Eli, wie auch für die Leser des Romans, das bringt Spannung in die Geschichte einer Findung und der wachsenden Freundschaft zweier Frauen. Mir hat besonders die wunderbar schnelle und direkte Sprache gefallen, die unaufdringlichen Zweideutigkeiten, die Besinnung auf das Wesentliche. Weitab von kunsthandwerklichem Getöse und eitler Geschwätzigkeit vertraut Mireille Zindel auf die Kraft des gut gewählten Wortes. Das ist selten geworden. 28.06.08
giulianna (27), Taunus
Dieses Büchlein mag ich sehr gern. Schon das Äußere gefällt mir gut - das Format, die Schrift und Formatierung. Ich muss gestehen, dass ich die Geschichte nicht bis ins Letzte durchschaut habe, aber für mich ist das gar nicht so vordergründig. Am Anfang steht der Mord an Elias und die Tatsache, dass er nun tot ist, obwohl auch seine Freundin ihn hatte umbringen wollen. Sie verfällt daraufhin in eine Art Schockzustand, der nur durch die Anwesenheit von Anna unterbrochen wird, die plötzlich in Elis Leben tritt, weil sie ihr gefolgt ist. Eli gewöhnt sich an Anna, aber sie wirkt stets unnahbar. Anna scheint es nicht zu stören. Doch plötzlich macht Anna sich rar. Am Ende taucht sie wieder auf, als wäre nichts geschehen und auf den letzten Seiten wird die ganze Geschichte noch einmal durcheinander gebracht. Das will ich aber nun nicht im Detail erklären, weil dieses geheimnisvoll verworrene auch einen Reiz in diesem Buch ausmacht. Was ich nicht verstanden habe, welche Funktion die Videoaufnahmen haben, die Eli von sich selbst macht und wer denn nun Elias wirklich umgebracht hat.Aber wie bereits angedeutet, denke ich nicht, dass es wichtig ist diesen Mord aufzuklären. Denn das Buch ist garantiert kein klassischer Krimi mit Täter, Opfer, Ermittler. Vielmehr überzeugen die kleinen Zwischentöne und Empfindungen. 03.06.08
Judith (31), Berlin
Schöne Sprache. Ich hab ein paar Seiten gebraucht, bis ich in die Story rein kam. 02.05.08
florianA (24), Wien
In seiner Ruhe und Präzision wunderbar verstörend. 01.04.08
André (36), Zürich
«Irrgast» ist ein selten starkes Debüt; ein spannender, dichter Plot erzählt in einer präzisen, eigenen Sprache. 19.03.08
Neue Zürcher Zeitung, 18. April 2008
«Mireille Zindel gelingt es einen kaleidoskopischen Kreis voller literarischer Spannung [....] zu schlagen.» « [....] exquisites Kammerspiel voller Nachhall.»


