Onkel & Onkel
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MarkoMilovanovic (29), Berlin
Ein wundervoller, detailreicher Kosmos tut sich in diesem Roman auf: Es wimmelt von schrägen, aber liebenswerten Charakteren. Allen voran Waltraut, bei der man den Hauptcharakter Jens gut verstehen kann, dass er sich in sie verliebt. Es wird wohl kaum einen Leser geben, dem es nicht auch so ergehen wird. Die schlagkräftigen, witzigen und tragischen Dialoge in diesem Buch gehören zu den geschliffensten, die ich in den letzten Jahren bei Gegenwartsautoren gelesen habe. Pyka ist ein facettenreiches Bild des Berlins der 70er gelungen, fernab von Bohème-Klischees und politischer Überdramatisierung, sondern vielmehr eine Milieu-Studie der „Ganz-Normalen“, der Arbeiter und Arbeitslosen, Trinker und Späti-Besitzer. 30.04.10
Interview (Tagesspiegel, 15.11.2009)
Wir machen uns am Nachmittag auf den Weg, Hans-Gerd Pyka und ich. Was wir miteinander gemein haben: Von uns sind Liebeserklärungen an den aufregendsten Berliner Bezirk erschienen. Was uns trennt: Mein Roman huldigt dem Neukölln der achtziger Jahre, während Pyka in „Königswasser“ von dem Neukölln erzählt, wie es in Siebzigern war. Am S-Bahnhof Neukölln reichen wir einander die Hände.
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Berliner Zeitung (29.10.2009)
Dieser Roman zieht den Leser mit sanftem, unwiderstehlichem Sog hinab ins Neukölln der Siebziger Jahre. Da tauchen mit einem einzigen Satz die Kneipen wieder auf: "Warmes Licht, Bierluft, Schlagermusik, Augenpaare wie die von Katzen." Da sind die trockenen Verkaufsgespräche in der Kohlenhandlung: "Wolln Se wat?" - "Briketts." - "Könn Se haben. Für'n Winta?" - "Zwei Tüten." - "Vierfuffzich je." Da ist die patzige Neuköllner Schlagfertigkeit beim Brötchenkauf: "Ist da Ei drin?" - Die Verkäuferin: "So weit bin ich noch nicht vorgedrungen."
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Junge Welt (26.05.2010)
Und? Wie heißt du?« Mit diesem Satz geht der Roman los. Am Ende der Lektüre bleibt das Buch als ein insgesamt sehr sonniges Buch im Kopfe haften. Ein Buch, in dem es um Liebe, Freundschaft und die Chemie geht. Chemie mal als Schulfach, von den Freaks gemocht, bei den anderen verhaßt. Man denke nur: Te-tra-chlor-koh-len-stoff. Ben-zol. Xy-lol. Formal-de-hyd. Salz-säure. Mmh, lecker, heißt es in »Königswasser« von Hans-Gerd Pyka (...)
Peter Wawerzinek
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