Land voller Liebe
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Tropen Verlag |
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Spex
Für manche Sozialdiagnosen ist es einfach das Beste, einen Dichter zu schicken.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Albig geht es nicht darum, wie ein schlechter Verlierer darauf herumzureiten, daß auch im Westen nicht alles Gold war, was glänzte. Vielmehr erzeugt er mit einem überfeinen Sensorium für Sprachhülsen und Euphemismen einen Verfremdungseffekt, der tatsächlich mit Brechtschen Intentionen zu tun hat: Das Historische als veränderlich zu zeigen, war der Kern von dessen Dramentheorie. Im Blick von Albigs halb befangener, halb schon unbeteiligter Hauptfigur erscheint die Bundesrepublik der Achtziger als ein weit über das Verfallsdatum hinaus konserviertes Dämmerland: ein Staat als Dosengericht, kleinbürgerlich, ungesund.
Süddeutsche Zeitung
Jörg-Uwe Albig ist ein bemerkenswerter Autor. Dies auch, weil er auf das kabarettistische Potential seines Stoffes fast ganz verzichtet und stattdessen sich seinem somnambulen Sprachstrom anvertraut, in dessen teilweise hochpoetischen Bildern die späte, stagnierende Bundesrepublik wie ein Scherenschnitt in mildem Abendlicht aufleuchtet. Für diese Sprachkunst muss Albig gepriesen werden.
kulturSPIEGEL
Ein beeindruckender Roman über jene Zeit, in der dem Kapitalismus der Gegner abhanden kam.
Die Welt
Mit wenigen Begriffen gelingt Albig eine skizzenhafte, Nostalgiekompendien an Treffsicherheit aber weit überragende Beschreibung der 80er-Jahre in Westdeutschland. Darin liegt die Stärke des Buchs, das ganz sicher kein Wende-Reißer ist und sich eindeutigen Antworten verweigert.


