Schmidt liest Proust
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Voland & Quist |
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Smoel (34), Hannover
René Hamann, Berlin
Wonneberger (33), Berlin
seb (29), Leipzig
Lesebesen (26), Rostock
Pozzo (29), Bochum
Lesebesen (26), Rostock
Das Resultat ist verblüffend und man müsste konsequenter Weise ein Tagebuch schreiben, in welchem man die Leseerfahrung von Schmidt liest Proust dokumentiert... Diese Phänomenologie des Lesens ist Hommage und Persiflage zugleich. Proust kommt in jedem Falle gut dabei weg. Schmidt erst recht. 23.01.09
Nelia (28), Berlin
Eine ganz andere Art von Sekundärliteratur: Originelle und humorvolle Annäherung an das Mammutwerk von Proust, dessen Lektüre Schmidts Blog-Tagebuch natürlich nicht ersetzen kann - aber so war es bestimmt auch nicht gedacht. Spannender als das Resümee der einzelnen Bände der "Recherche" sind die eingewobenen Reflektionen von Schmidt, durch die er die Handlung des Buches mit seiner eigenen Lebenswelt verknüpft. Wem die Lektüre des ganzen Bandes zu anstrengend sein sollte - auch die Proust-Zusammenfassung umfasst immerhin 600 Seiten - dem sei die Rubrik "Verlorene Praxis" ans Herz gelegt, die fast jedem Eintrag folgt. Ein wahrer Schatz, der auch ganz für sich alleine stehen könnte - zum Beispiel in einem dünnen Zusatzheftchen, das alle verlorenen Praxen der verlorenen Zeit beieinander versammelt. 29.12.08
silke_toe (23), Berlin
Die Idee ein Buch zu lesen und darüber in einem Blog zu berichten finde ich toll - und auch die Umsetzung kann sich durchaus sehen lassen. Interessant finde ich daran, dass nicht nur das Buch ("Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" von Marcel Proust) in einer Art Zusammenfassung dargestellt wird, sondern man auch die Gelegenheit hat den Leser (also Jochen Schmidt) kennenzulernen. Das Kennenlernen geschieht zum einen durch die Episoden aus seinem eigenen Leben, von denen Jochen Schmidt erzählt und zum anderen durch die Auswahl der Zitate. Mein persönliches Highlight waren die Zitate der Kategorie "Verlorene Praxis" am Ende vieler Kapitel. Auf der anderen Seite geht durch die Zusammenfassung von Proust's Werk viel von dem Gefühl und dem eigentlichen Inhalt verloren - und wenn man wie ich nicht jeden Tag Zeit hat zu lesen, weiß man irgendwann nicht mehr in welcher Relation Person x zu Person y steht. Zudem gibt es durch den Blog-Charakter sehr viele Stimmungswechsel des Autors, die es erschweren selbst in eine bestimmte Lesestimmung zu finden. Eine klare Empfehlung kann ich an diesem Punkt deshalb nicht aussprechen - und ob dieses Buch reizvoll ist, muss wohl letztendlich jeder für sich herausfinden. 28.11.08


