Karin Richner

Sind keine Seepferdchen

Einsamkeit  Roman  Schicksal

Detail_seepferdchen


€ 17,30


sofort lieferbar

bilgerverlag
2006, Auflage 1, 203 Seiten, 13,5 x 19 cm

ISBN: 978-3-908010-77-7

«Wenn Anna hier wäre», heißt es gleich zu Beginn - doch wo die Schwester weilt, was mit ihr tatsächlich geschehen ist, bleibt verborgen. So taucht man ein in eine Welt, die sich trostlos und unheilvoll gebärdet, in eine Stimmung aus Kälte und Isolation und nimmt traurig berührt Anteil am scheinbar belanglosen Leben einer jungen Frau. Es sind die leisen Töne, die nüchtern-poetische Sprache, die einen Sog entwicklen, dem man sich kaum entziehen kann.

Eine Frau Anfang zwanzig gibt Einblick in die Monotonie ihres Alltags: Abends sitzt sie in einer verrauchter Kneipe und beobachtet die andern, ihr Heimweg führt sie spätnachts durch eine Großstadt, die ausgestorben und bedrohlich wirkt, zu Hause erwartet sie eine feudale Villa, in der sie allein mit dem Kater und einem Hamster lebt - die Eltern sind verreist und Anna, ihre geliebte Schwester, in Südamerika. Die laute Musik aus der Stereoanlage vertreibt die Stille im Haus, sich stets wiederholende Rituale, an denen sie krankhaft festklammert, bestimmen den Ablauf ihrer Tage.
Diese Ordnung bekommt Risse, als die kleine Ramona in ihr Leben tritt, das leere Haus mit Leben füllt und den Rhythmus der jungen Frau auf den Kopf stellt; sie wird brüchig, als Martina, eine Bekannte ihre Nähe sucht und unbequeme Fragen stellt. Auch die Flucht nach draußen, in nächtliche Tanzgelage und blinden Aktivismus, zu Personen und an Orte, die sie an Anna erinnern, vermag dieses Gerüst nicht aufrecht zu halten. Wie ein Kartenhaus fällt es in sich zusammen und bringt eine erschreckende Wahrheit ans Licht.

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giulianna (27), Taunus

 

Judith (31), Berlin

 

Icke (32), Berlin

Sehr traurig, mir war es etwas zu schmerzverzerrt! Ich will nicht sagen, dass es schlecht ist, aber mein Fall war es nicht!  15.07.08

giulianna (27), Taunus

sehr lesenswert, auch wenn es viel zu schnell zu ende geht. die letzte seite hat mich besonders berührt. erst dann versteht man einiges so richtig. aber auch zwischendrin gibt es berührende szenen, z.b. mit der kleinen ramona, die von ihrer mutter "abgeschoben" wurde und deren vater keine zeit hat. ich hab mich echt gefragt, wie die kleine sich wohl fühlen muss. andererseits war sie in der szene auch ein geschickt gewähltes pendant zur hauptfigur. sehr lesenswertes buch, wie gesagt.  01.07.08

Judith (31), Berlin

Das Buch packt einen von der ersten Seite an, diese Tristesse und die Einsamkeit. Sollte man unbedingt lesen. Aber nur, wenn es einem nicht schlecht geht.  07.02.08

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