Tonbrand Schlaf
Gedichte
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Connewitzer Verlag |
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Lesebesen (25), Rostock
Christian Schloyer, Nürnberg
Tobias Amslinger, Leipzig
Ulrike Almut Sandig, Leipzig
Tom Bresemann, Berlin
ich sachte nich nich sondern naja... 21.09.08
Lesebesen (25), Rostock
nich? 21.09.08
Tom Bresemann, Berlin
naja. NAJA. aber wirklich und nochmal NAJA! 15.09.08
Lesebesen (25), Rostock
Mara Genschel, in der FAZ in den höchsten Tönen niederrezensiert, hat mit Tonbrand Schlaf genau die Tendenz bestätigt, welche sich zur Zeit in der Lyrik vollzieht. In leiser avantgardistischer Manier steht sie jenseits des Kanons, welcher die "großen" Themen der Lyrik aufsaugt. Sie konzentriert sich auf das, worauf wieder Wert gelegt wird in der teutschen Poeterey: die Sensibilität. Darum gehen ihre Gedichte nicht in die Breite, die weltumspannenden Themen, sondern in die Tiefe, welche nun mal im sensiblen Geist selbst liegt. Keinesfalls nach Ulrich Greiners ZEIT-Prognose "die Gartenlaube hat uns wieder" ist Genschel weit davon entfernt Mauerblümchenlyrik und Postpubertätspoesie zu schreiben. Ihre Reife liegt in dem, was unter den Teppich gekehrt wird: in der Privatheit der Gefühle. Nun könnte man sagen: das Private soll gefälligst dort bleiben, wo es her kommt. Doch ist ja gerade das Private das, was allen gemein ist. Und Genschel gelingt hier die zarte Explikation dessen, was so schwer sagbar ist: Aus der Nudelsuppe des Alltags lassen sich Worte lesen. Unbedingt anzuraten. 15.09.08


