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olleke (46), Weingarten
Der Autor Erwin Koch ist Journalist und Redakteur und ist für seine Reportagen mehrfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem wohl bekanntesten Preis, dem Egon Erwin Kisch-Preis. Die neun Geschichten des Buches sind in der reduzierten, präzisen Sprache der Reportage geschrieben und könnten unterschiedlicher nicht sein. Nüchtern und ohne Pathos werden die Lebens- und Liebensgeschichten von neun Paaren beschrieben, manche über einen Zeitraum von wenigen Jahren, manche über Jahrzehnte hinweg. Aus der Presse bekannte Begebenheiten sind Teil des Buches, die Geschichten öffnen den Blick auf die andere, verborgene Seite, macht neugierig hinter die Kulissen zu blicken. Die Geschichten der "unbekannten" Paare stehen gleichberechtigt daneben. Ihren alltäglichen, teilweise tragischen Schicksalen setzt Koch mit diesem Buch so etwas wie ein Denkmal. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich wollte die Geschichten auch nicht einfach so "weglesen", sondern habe immer wieder mal eine gelesen. Für mich macht die Sprache den eigentlichen Reiz dieser Geschichten aus, ich halte nun die Augen offen nach guten Reportagen, und vor allem nach Erwin Koch. Einziger Kritikpunkt: Warum muss der Umschlag eines Buches in einem unsäglichen Pink-Rot-Gemisch gestaltet sein, nur weil im Titel das Wort "Liebe" vorkommt? 23.02.12
fandorin (34), Wetzikon
Erwin Koch erzählt in seinem Buch „Was das Leben mit der Liebe macht“ neun wahre Geschichten über die reale, wirkliche und unverkitschte – wenn auch eher dunkle Seite – der Liebe. Die Geschichten spielen über einen Zeitraum von ca. 1950 bis in die heutige Zeit. Vier davon ereigneten sich in der Schweiz, eine in Österreich, eine in Zentralamerika und drei in Osteuropa. In mindestens drei Geschichten, kamen Personen vor, von welchen man möglicherweise schon einmal etwas in den Nachrichten gehört hat. Vor allem eine dieser Geschichten, ging mir persönlich bis ins Mark, da ich von den Ereignissen, welche dort beschrieben wurden, aus den Nachrichten noch gewusst hatte. Wie schon erwähnt, handeln die Geschichten eher von der dunklen Seite der Liebe. Was macht die Liebe aus dem Menschen oder was macht die menschliche Gesellschaft und die verschiedenen Kulturen aus der Liebe. Die Geschichten beschreiben den Verlauf, welche Paare so nehmen: sich verlieben – heiraten – Kinder bekommen (oder auch zuerst Kinder und dann Heirat) – alltägliches Leben mit der Sorge wegen Arbeit und genügend Geld: Liebe in guten wie in schlechten Zeiten. Sie zeigen auch auf, was man in einer Beziehung so für Rollen übernimmt und zu was man aus Liebe alles werden kann: die einen werden zu aufopferungsvollen Krankenpflegern und lassen dabei womöglich so ziemlich alles über sich ergehen. Andere werden zu puren Egoisten und wiederum andere werden dann dabei zu Märtyrern. Andere wiederum werden zu Kriminellen, Selbstmördern oder Mördern. Wobei ich mich dann manchmal gefragt habe, ob einige dieser Dinge dann wirklich noch aus Liebe gemacht wurden oder eher aus purem Egozentrismus. Diese Liebesgeschichten haben wahrlich nichts mit all diesen Liebesromanen oder Liebesfilmen zu tun, in denen alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Im Gegenteil sie sind verstörend und erschreckend, aber einige auch tieftraurig. Es sind wahre Geschichten über die Seite der Liebe, welche man hoffentlich im eigenen Leben nur in sehr kleinen Mengen erleben wird. Aber es ist nun mal das, was das Leben mit der Liebe macht… 16.02.12
MissZuckerguss (24), Ellersleben
Erwin Koch erzählt in dem Buch - Was das Leben mit der Liebe macht-, auf nüchterne weise, neun wahre Lebens-Kurzgeschichten. Leider ist mir der Schreibstil des Autors etwas zu nüchtern! Durch die Nüchternheit fliegt man regelrecht durch die Geschichten (Dadurch fällt es manchmal echt schwer, die Gefühle nachzuempfinden). Man bekommt den Inhalt zwar mit, aber dafür bleiben einen die Geschichten nicht lange im Gedächtnis. Was sehr schade ist, denn einige Geschichten gehen an`s Herz.... - tolle wahre Geschichten, sehr gewöhnungsbedürftiger Schreibstil. Meine Mum hat das Buch auch gelesen und kam zu dem Urteil: Sehr kurzweiliges Buch welches man nicht noch einmal lesen muss. 07.02.12
null (44), Berlin
Liebesgeschichten in Stakkato. Durch die vordergründig sachliche Sprache tritt die Emotionalität der Texte umso stärker hervor, und es wird deutlich, dass die sentimentalsten Geschichten jederzeit in der Nachbarschaft stattfinden und nicht ausdenkbar sind. Der Stil ist mir auf Dauer allerdings etwas zu technisch und wirkt dann sehr manipulativ und vorhersehbar. 05.02.12
wesen (31), Berlin
...eher was die Liebe mit dem Leben macht... In sehr kurz gehaltener Sprache schildert Erwin Koch sehr verschiedene Geschichten von sehr verschiedenen Menschen. Für meinen Geschmack in manchmal zu kurzer Sprache. Was ich gut fand, dass es einfache, alltägliche, so vermeindlich "unschillernde" Liebesgeschichten sind. Die, vielleicht gerade dadurch einfach realistisch und auch auf ihre Art romantisch sind. Ein schönes Buch, auch wenn etwas längere Sätze zum flüssigeren Lesen beigertragen hätten. 04.02.12
Michael150 (18), Krems
Das Buch "Was das Leben mit der Liebe macht" ist kurz gesprochen einfach empfehlenswert. Erwin Koch schildert auf kurzweilige Art und Weise die Liebesbeziehung einfacher Menschen, vom Beginn des Kennenlernens über die Familiengründung bis zum Tod. Ein wirklich empfehlenswertes Buch für Jedermann. Ich bedanke mich bei Tubuk, dass ich an dieser Testleseraktion teilnehmen durfte, ansonsten hätte ich dieses großartige Buch wahrscheinlich nie entdeckt 26.01.12
Joh (26), Konstanz
Was das Leben mit der Liebe macht - oder was die Liebe mit dem Leben macht? Erwin Koch erzählt auf minimalistische Weise neun Liebes- und Lebensgeschichten, keine perfekten, keine romantischen, keine Hollywood-Happy-End-Geschichten, aber wahre. Die Sprache ist einfach und direkt und berührt dadurch nur umso mehr. Die Gefühle, die der Autor vermittelt sind intensiv - manchmal zu intensiv. Und so hat das Leben nicht nur Auswirkungen auf die Liebe, sondern die Liebe auch beachtliche Folgen für das Leben der Protagonisten. Koch beschönigt weder, noch stellt er die - teilweise doch sehr heftigen - Geschichten schlimmer dar. Dieser Realismus schafft es trotz allem, den Leser tief zu berühren und ihm die Hoffnung auf die Liebe nicht zu nehmen. 17.01.12
marianne (63), münchen
Was das Leben mit der Liebe macht von Erwin Koch Marianne(63), München Wahre Geschichten lautet der Untertitel. Das ist kaum zu glauben. Koch verwendet knappe Sätze, beschreibt präzise, wiederholt, gibt keine Kommentare, schmückt nicht aus. Jede Geschichte unterscheidet sich von allen anderen: jede ist voller Überraschungen und grausam wahr. Ich frage mich allerdings: Ist das Liebe? Ich, die ungern „Kurz“geschichten liest, habe es mit leichtem Schaudern und immer wieder Unverständnis verschlungen. Die Geschichten sind in einem ästhetisch wunderschönen Buch gebunden, das Freude macht, es in den Händen zu halten. 10.01.12




