wiederbelebung der lämmer
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boscij (26), Roermond
Weniger Kommentar soll es an dieser Stelle sein, als eine sehr wärmste Empfehlung für eine Sammlung von Gedichten die sich auf eine wundersame Suche nach den Kleinigkeiten machen, die noch im helligen Licht versuchen "Glühwürmchen zu messen" und eher tapsend als marschierend durch Städte, die Natur, oder über Grenzen der bekannten Gefilde hinaus streifen. Immer wieder versichern sie sich dabei der ihr eigenen Sprache, um mit Gegenständen auch dann noch zu jonglieren, wenn sie längst nicht mehr durch die Luft wirbeln. In diesem Debut des jungen Dichters Marius Hulpe aus dem Ruhrgebiet, bekommt das Unsichtbare Kontur, und wird selbst dann noch zu durchleuchten versucht. Es sind hoffnungsvolle Epiphanien, konzentrierte Bildflächen die dabei entstehen, in dem sie das ans und ins Licht bringen, was vergessen scheint. Wenn die Lämmer wiederbelebt sind, klingt das erwachte Blöken in den Texten von Hulpe dann wie Hymnen aus den Peripherien, dem Hintergrund, alten Zeiten. Gedichte, die nicht monoton, sondern fragend von unten nach oben intonieren, wie in dem Auszug aus meinem Lieblingsgedicht des Bändchens, Milchherz: ... wo, in dieser stunde, die einzige frage: bin ich gelandet?, hier, wo man luftlöcher schlägt in jeden heimlichen gedanken ... Nochmals wärmste Empfehlung, Boscij 17.11.08


