Kerstin Grether

Zuckerbabys

Gender  Liebe  Roman

Detail_zuckerbabys

€ 11,90

in 2-3 Tagen lieferbar

ventil
2004, Auflage 2, 192 Seiten, 19,2 x 13 cm

ISBN: 978-3-930559-71-8

»Zuckerbabys« handelt vom aufregenden – und aufzehrenden – Leben in der heutigen Casting-Gesellschaft. Alles dreht sich um eine Horde abenteuerlustiger Mädchen, die mehr wollen, als das Leben auf den ersten Blick bereit ist herauszurücken.

Sonja ist besonders hungrig, denn sie will Sängerin werden. Aber da hat sie nicht mit der sadistischen Spannkraft der modernen Medien-Bilder gerechnet. Tag und Nacht hauen sie ihr die bildhübschen, künstlich-mageren Sängerinnen nur so um die Ohren. Bis Sonja taub ist für die Musik und statt Liedern Bilder singt. Bis Sonja durch alle Phasen einer Magersucht gerissen wird.

Eindringlich, lakonisch und voller Humor beschreibt Kerstin Grether die Träume und Albträume ihrer Figuren. Schildert in sehnsüchtig-elegischen Monologen den Schmerz des Erwachsenwerdens, die Suche nach Liebe und Freundschaft, nach Schönheit und Ausdruck. Und gibt in gepfefferten Dialogen Antworten auf Fragen, die leider immer noch tabu sind. »Zuckerbabys« ist aber auch ein Buch über und in der Sprache von Popsongs.

Judith Holofernes (Wir Sind Helden): »Zuckerbabys dürfen selbstverständlich keinen Zucker essen – sonst werden sie zu groß und unniedlich. Und Träume, besonders Pop-Träume, dürfen nur die Niedlichen leben. Das weiß Sonja, und weil sie nun mal singen will, hungert sie sich klein, um endlich groß sein zu dürfen. In einer euphorischen Sprache, die so bissig, sprunghaft und schwebend sein kann wie verhungernde Gedanken, erzählt Kerstin Grether von einem unserer populärsten Albträume.«

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petersilie (39), Berlin

 

petersilie (39), Berlin

Die obige Beschreibung trifft es sehr gut. Dem sollte man noch hinzufügen, dass die Sprache sehr poetisch ist und der Leser sich voll und ganz in die Protagonistin hinein fühlen kann und verstehen lernt, wie eine Frau in den Hunger-Kreislauf hinein geraten kann. Ich muss mich wiederholen, die poetische Sprache und die von Kerstin Grether evozierten Bilder haben mich sehr beeindruckt. Toll, dass der Roman auch noch humorvoll ist dabei! Ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen. Sehr empfehlenswert.  25.06.09

Frankfurter Rundschau
Elke Buhr

Kerstin Grether hat einen Roman im besten Sinne geschrieben: So wie ein guter Song mit packenden Akkorden auf das Leben selbst zielt [...]. Das Leiden der jungen Männer, meist auf der Suche nach Liebe, ist oft beschrieben worden [...]. Grether hat in Zuckerbabys nun endlich das Gegenmodell entworfen, so einfühlsam wie analytisch: Es ist das Drama der Mädchen, die sich ganz ohne Männer selbst zerstören, allein mit ihrem Spiegel und der Frauenzeitschrift.

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Dietmar Dath

Kerstin Grether bleibt, wie ein neidischer Kollege einst am Rande der Frankfurter Buchmesse murrte, ›die Susan Sontag der deutschen Popkritik – ernst beim Spaß, aber nicht halb so langweilig wie wir anderen, die das auch dauernd versuchen‹.

Amica

Casting-Wahnsinn. Nein, in Zeiten singender Kindergärtner ist das nicht unser Lieblingsthema. Für Kerstin Grethers ›Zuckerbabys‹ machen wir eine Ausnahme. Ein Buch, das wirkt wie guter Pop: direkt in den Bauch.

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