ANTIFILM

37, Futuro
Dabei seit: 18. März 2008

KOMMENTARE

Eines Nachts habe ich einen Ausflug gemacht von Juliane Beer
"Julianes Sprachgebrauch erweckt, irgendwie holistisch, tatsächlich ein Neukölln in mir, die ganze Abwegigkeit Berlins, Deutschlands. Das fehlen frischer Atemluft, froher Bewegungsfreiheit und Ausdrucksfähigeit für den absurden Wahnsinn, daß alles eben genau so ist, wie es ist: gemaßregelt, antihuman, armselig, selbstbetrügerisch. Die erstickende Zwangarbeitsfreiwilligkeit der Stützebezieher kenne ich noch aus Munition, der Kleinstadt meiner Geburt. Das verzweifelte Erheben des Alltags zur Performancekunst finde ich großartig, wunderschön. Es trifft genau, wie mir Berlin vorkommt, wenn ich dort bin, oder mich erinnere. Überhaupt, warum, neben dem Sex, Kunst in den letzten 150 jahren zu einem der allerwichtigsten Bestandteile möglicher Selbstdefinition in D-Land geworden ist, habe ich noch nie so tief gespürt und gleichzeitig reflektieren können. Ich mag auch die Verkettungen der Umstände zu Zwangsläufigem in all seinen Details. Das Mäandern zwischen der Bewunderung für Grafitto oder 99cent Nippes, der Einsamkeit in Liebssehnsucht oder Multikultitrash, die Atmosphäre im Mietshaus, die fehlende Anonymität des Anonymen, das Gefühl, vor Urzeiten bereits das Gesicht verloren zu haben und alle Würde - es gäbe so viel, zu dem ich etwas sagen wollte, meine Lektüre aber nicht unterbrechen mochte. Nun ist es wieder ungreifbar, wie Luft in Flaschen. Julianes zwei Bücher las ich beidemale in einem durch! Wirklich ein gutes Buch." 21.04.08

Luft sprengen von Toby Hoffmann
"»denken soll noch erlaubt sein aber keiner kann das beweisen«" 29.03.08

Luft sprengen von Toby Hoffmann
"Großes buch - sagt einer, der lyrikbände meidet. Dieses ist definitiv eine ausnahme, reicht locker in die welt zukünftiger klassiker. " 25.03.08