Martin Spieß

Klein Gusborn

Über Martin Spieß
(* 1981) Studium des Kreativen Schreibens und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Schreibt Prosa und journalistische Texte für Literaturzeitschriften, Anthologien, Tageszeitungen und (Online-) Magazine. Schlagzeuger der Indierock-Band Museum (www.binarymuseum.net), die 2008 ihr erstes Album veröffentlicht.

Letzte literarische Veröffentlichung in "Germany's Text Topmodel", erschienen im Mai 2008 im conradverlag (www.conradverlag.de)

Moderatorin Janin Reinhardt hat sich über seine Art zu Gehen lustig gemacht.

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"Ich habe das Schreiben immer als hassenswertesten aller Jobs angesehen. Vielleicht gleicht es darin dem Ficken: es macht nur den Amateuren Spaß. Alte Huren haben nicht viel zu kichern." (HST)

Dabei seit: 26. Juni 2008

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KOMMENTARE

Weggefahren von Birgit Utz
"Im Zuge des Fräuleinwunders der späten 90er Jahre schrieben sich unzählige neue Erzählerinnen ihre lakonischen Vater-Tochter, Mutter-Tochter, Geschwister- oder Beziehungsprobleme von der eigenen Seele, um sie der des nichts ahnenden Lesers aufzubürden. In „Weggefahren“ hingegen hat eine Autorin wirklich etwas zu erzählen. Und erzählt es. Man würde ihr jedoch nicht gerecht werden, wenn man Birgit Utz nur im Vergleich zu ihren Fräulein-Kolleginnen lobte. Vielleicht ist das auch überhaupt nicht nötig. Weil sie einen guten Roman geschrieben hat. Was einen wiederum dazu führt zu sagen: der erste Schritt ist getan. Goodbye Fräulein. Hello Frau." 11.07.08

Die Welt ist ein Parkplatz und endet vor Disneyland von Benjamin Maack
"Maack erzählt große Geschichten, bei denen der Leser sich stets fragt, warum der Autor sie nicht auf Romanlänge ausgedehnt hat. Und sie vermitteln alle dasselbe Gefühl: Enttäuschung, Verbitterung oder auch nur Überraschung, dass die Welt da endet, wo der Spaß eigentlich erst anfängt. Auf einem Parkplatz vor Disneyland." 11.07.08

The Rum Diary von Hunter S. Thompson
"Journalist Paul Kemp, als Reporter bei der San Juan "Daily News", schüttet in Form von Rum in sich hinein, was an Leben, Perspektive und Glück aus ihm heraus fließt. Momente von Hoffnung sind selten: „Ich spürte sofort ein wildes Verlangen danach, hier einen Pfahl in den Sand zu stecken und diesen Flecken Land in Besitz zu nehmen. Der Strand war so weiß wie Salz und von der Welt abgeschnitten durch einige steile Hügel direkt am Meer. Wir befanden uns an den Ausläufern einer lang gezogenen Bucht, und das Wasser war von jenem klaren Türkis, das es nur gibt, wenn der Sand auf dem Grund dieses Weiß hat. So einen Ort hatte ich noch nie gesehen. Ich wollte mir alle Kleider aus- und nie wieder anziehen.“ Wer nach "The Rum Diary" noch an Hunter S. Thompson zweifelt, ist ein erbärmlicher Trottel." 10.07.08

Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends von Peter Licht
"PeterLicht schreibt mit "Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des Dritten Jahrtausends" eine wunderschöne Geschichte über die Selbstrelativierung der eigenen, großen Probleme des Lebens: Geld, Liebe und das Leben selbst. Zu Recht Klagenfurt-prämiert." 26.06.08