TITEL-Magazin

Würzburg

Über TITEL-Magazin
TITEL-Kulturmagazin wurde im März 2000 mit dem Ziel gegründet, ein unabhängiges Magazin für eine kulturell aufgeschlossene und kritische Leserschaft zu etablieren. Es steht dabei in Abgrenzung zur stark akademisierten bürgerlichen Literaturkritik auf der einen und oberflächlichen Bücherempfehlungen auf der anderen Seite. Bei uns über Literatur zu lesen, soll Qualität garantieren und gleichzeitig Spaß machen. Wir wollen beweisen, dass dieser Spagat zwischen Unterhaltungsanspruch und Qualitätssicherung gelingen kann.

Mit Entdeckerlust machen wir uns auf die Suche nach außergewöhnlichen Newcomern und interessanten Neuerscheinungen. TITEL-Kulturmagazin möchte eine Literatur präsentieren, die packt und überrascht.

Dabei seit: 3. November 2010

EMPFOHLENE BÜCHER

Zebra, Zecke, Zauberwort

Zebra, Zecke, Zauberwort
Jürg Schubiger
Peter Hammer Verlag

Café Saratoga

Café Saratoga
Malin Schwerdtfeger
edition fünf

Staubige Hölle

Staubige Hölle
Roger Smith
Tropen Verlag

zum fernbleiben der umarmung

zum fernbleiben der umarmung
Monika Rinck
kookbooks

Trotzki, Goethe und das Glück

Trotzki, Goethe und das Glück
Jörg Fauser
Alexander Verlag

Opa Meume und ich

Opa Meume und ich
Maggie Schneider
Tulipan

Habibi

Habibi
Craig Thompson
Reprodukt

Ausfahrt Zagreb-Süd

Ausfahrt Zagreb-Süd
Edo Popović
Voland & Quist

Das war ich nicht (Hörbuch)

Das war ich nicht (Hörbuch)
Kristof Magnusson
Kunstmann Verlag

Mann am Mars

Mann am Mars
Leopold Maurer
Luftschacht

Theo und der Flickenbär

Theo und der Flickenbär
Martin Klein
Tulipan

Fausts Fall

Fausts Fall
Manfred Rumpl
Luftschacht

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FANS

KOMMENTARE

Zebra, Zecke, Zauberwort von Jürg Schubiger
"ABC-Bücher gibt es wie Sand am Meer. Wenn die Buchstabensuppe allerdings so kunstvoll und abwechslungsreich angerichtet wird wie im vorliegenden Titel, sollte man lustvoll zugreifen. Mit Spaß lernt es sich halt viel besser. Zur Rezension beim Titel-Magazin" 22.02.12

Café Saratoga von Malin Schwerdtfeger
"Mit der Initiationsgeschichte von Café Saratoga, der Erzählung vom geographischen, sozialen und sexuellen Aussiedeln aus der Kindheit, ist der Autorin ein Erstling gelungen, der zum Wohlstandsgenöle der jungen deutschen Poplangweiler einen hoffnungsvollen Kontrapunkt setzt. Zur Rezension beim Titel-Magazin" 08.02.12

Staubige Hölle von Roger Smith
""Staubige Hölle" ist ein Buch, das seinen Lesern einiges zumutet. Literarisch brillant sind die Verknüpfung der einzelnen Erzählstränge und das Tempo, welches der Roman von Beginn an aufnimmt und bis zur allerletzten Seite durchhält. Zur Rezension beim Titel-Magazin" 02.02.12

zum fernbleiben der umarmung von Monika Rinck
"In der Vermengung von Begriffen und Anschauung gelingt es Monika Rinck, in ihren Gedichten Sprachreflexion und Welthaltigkeit miteinander auf kunstvolle Weise zu verbinden. Zur Rezension beim Titel-Magazin" 11.01.12

Trotzki, Goethe und das Glück von Jörg Fauser
"Hinter der antiästhetischen Schmutzigkeit schimmert bei Jörg Fauser immer ein unbändiger, geradezu politischer Lebens- und Liebeswille auf. Zur Rezension beim Titel-Magazin" 16.12.11

Opa Meume und ich von Maggie Schneider
"Maggie Schneider hat sich in ihrem Erstlingsroman für Kinder eines sehr großen und ganz grundlegenden Themas angenommen, nämlich der Beziehungen zwischen den Generationen. Der heutigen Zeit angemessen geht es nicht mehr nur um die vielfältigen Verbindungen innerhalb der klassischen Kernfamilie. Diese hat sich erweitert, um Wahlverwandtschaften. Damit ist zugleich die Frage der persönlichen Verantwortung über die Familie hinaus angesprochen. Zur Rezension beim Titel-Magazin" 02.12.11

Habibi von Craig Thompson
"Reprodukt hat sich lobende Worte für diese Ausgabe verdient. Denn sie hält sich eng an das amerikanische Original und passt auch in ihrer physischen Form perfekt in ein Buchregal voller ehrwürdiger, alter Bücher. Daneben muss man Reprodukt aber auch danken, dass sie sich überhaupt solcher Comics annehmen und sie für den deutschen Markt gestalten. Die Unterstützung dafür sollte den stolzen Kaufpreis von 39 € wert sein. Auch für einen hervorragenden Comic! Zur Rezension beim Titel-Magazin" 17.11.11

Ausfahrt Zagreb-Süd von Edo Popović
"Edo Popović hat ein modernes Märchen über die Zerrissenheit seiner Heimat geschrieben, das auf triste Art und Weise lustig ist und sich überaus flott wegliest. Zur Rezension beim Titel-Magazin" 14.11.11

Das war ich nicht (Hörbuch) von Kristof Magnusson
"Dieses Hörbuch nicht ist eine minimalistische Produktion, die ohne Musik und Untermalung auskommt und durch ihre drei Sprecher wirkt, die es schaffen, diese kleine Screwball-Komödie regelrecht zum Tanzen zu bringen! Zur Rezension beim Titel-Magazin" 09.11.11

Mann am Mars von Leopold Maurer
"In einem Happen möchte man Maurers Marsabsurditäten verschlingen. Es ist fast schade, dass Mann am Mars nicht aus mehr als den vorliegenden 35 Episoden besteht. Dafür ist aber jede einzelne von ihnen gelungen. Und das ist erstaunlich genug. Zur Rezension beim Titel-Magazin" 04.11.11

Theo und der Flickenbär von Martin Klein
"Treffende Illustrationen, großflächig angelegt, witzige Gesichter, und viele Muster auf Kleiderstoffen unterstützen den Text ganz großartig. Das Patchwork des Vorsatzblatts ist ein zusätzlicher Genuss. Ein schönes Büchlein zum Lesen und zum Schauen. Und zum Liebhaben. Zur Rezension beim Titel-Magazin " 27.10.11

Fausts Fall von Manfred Rumpl
"Fausts Fall ist nicht nur eine Studie über den Verfall und die Verzweiflung eines Menschen, sondern auch die Geschichte einer lebenslangen Freundschaft, ja Symbiose zwischen zwei Männern. Zur Rezension beim Titel-Magazin" 17.10.11

Wo die wilden Maden graben von Nagel
"Ausgerechnet im lauten Tourbetrieb zwischen Punkkonzerten, Backstagepöbeleien und nervigen Fans sucht Nagels Protagonist nach Ruhe. Er spürt eine Sehnsucht nach Normalität, lehnt sie aber zugleich ab. Und dieser scheinbar unlösbare Widerspruch wirft ausgerechnet Fragen nach Glück und Zufriedenheit auf – und verleiht diesem wunderbaren Roman Tiefe. Zur Rezension beim Titel-Magazin..." 04.10.11

Corpus Delicti von Juli Zeh
"Mit ihrem Roman reagiert Juli Zeh auf viele brennende Fragen unserer Gegenwart. Nach dem Ende des Jahrhunderts der Ismen macht sie auf die Gefahren aufmerksam, die aus dem Zwang zur Perfektionierung aller Lebens- und Gesellschaftsbereiche entstehen können. Ihre Hauptsorge gilt dem Geist, der in einem System, das ganz auf den Körper vertraut, auf der Strecke bleibt. Wo das Heil an äußerlichen Symptomen ablesbar ist, verkümmern die Seelen, werden aus Menschen Automaten, die nur noch aufs Gehorchen getrimmt sind, hartherzige Opportunisten ohne die Kraft zu Widerwort und Widerstand. Zur Rezension beim TITEL-Magazin" 23.09.11

tagebrüche von Christoph Wenzel
"Christoph Wenzels neue Lyrik – parallel zur Konkretisierung und Prosaisierung das Bewahren wichtiger Konstanten: stimmige, sensible Bilder, und vor allem: geistige Bewegungsfreiheit für den Leser. Zur Rezension beim TITEL-Magazin" 19.09.11

Chronic City von Jonathan Lethem
"Achtung: Dieser Roman kann süchtig machen, kann Visionen, Halluzinationen, Traumbilder erzeugen. Angefangen vom Cover – einer dreidimensionalen Relief-Ansicht des nervös flirrenden, nächtlich erleuchtenden New Yorks – bis hin zum schieren Schwergewicht des ausladenden 500-Seiten-Werks. Ganz zu schweigen von seinem Inhalt! Zur Rezension beim Titel-Magazin" 14.09.11

Homicide von David Simon
"HOMICIDE ist authentisch bis in die O-Töne, penibelst recherchiert bis in die Herz- und Hirnwindungen der "detectives" und so sündgut geschrieben wie die seltenen Blüten der Kriminalfiktion. Nur dass es keine Fiktion ist! Zur Rezension beim Titel-Magazin" 02.09.11

Eines Nachts habe ich einen Ausflug gemacht von Juliane Beer
"Dieser Roman dient als klares Bekenntnis zur Nachdenklichkeit und enttarnt die Perversionen des Zwischenmenschlichen, die unausgesprochenen und die (leider viel zu oft) ausgesprochenen Grundzüge des menschlichen Verhaltens. Eine philosophische Grundsatzdebatte, die problemlos auch als unterhaltsamer Essay hätte geschrieben werden können. Aber hallo, was wäre da an Wortwitz verloren gegangen, an Situationskomik und astreinen Dialogen! Zur Rezension beim Titel-Magazin..." 18.08.11

Sechzig Lichter von Gail Jones
"Prismatisch zerlegt Gail Jones in ihren “Sechzig Lichtern” alle Aspekte der frühen Fotografie und deutet deren Entwicklungen bis in unsere Gegenwart an, nicht ohne liebevolle erzählerische Ironien, versteckte Zitate und manches Augenzwinkern. Aber immer wird Gail Jones´ lyrische Prosa und ihre beschwörende, betörende Vorstellungskraft, die eine Vielzahl von Motiven zu einem dicht verwobenen, facettenreichen Erzählmuster verknüpft -: immer wird der Roman getragen vom humanen Wärmestrom der großen Dickensschen Zärtlichkeit für die Hoffnungen und die Leiden der Menschen. “Sechzig Lichter” ist in vieler Hinsicht einer der originellsten Romane des letzten Jahrzehnts. Zur Rezension beim Titel-Magazin..." 25.07.11

Angriffe von Alban Lefranc
"Auf 322 Seiten eröffnet Lefranc einen Blick in drei innere Räume, auf drei radikale Lebensentwürfe, in denen rücksichtslos gelebt und gestorben wird, und auf die Gesellschaft, aus der sie hervorgegangen sind. Wir sind ein bisschen verstört, für einen Moment, die Realität erscheint uns blass. Dafür haben wir zu danken. Zur Rezension beim Titel-Magazin..." 19.07.11

Fernsehen von Jean-Philippe Toussaint
"Hier wird der Berliner Alltag auf seine allerkomischsten, banalsten und trostlosen Seiten hin ausgequetscht – mit sprachlichem Können - und stilistisch einfach brillant!
Zur Rezension beim Titel-Magazin" 13.07.11

Der Sonnenwecker von Martin Baltscheit
"Ein junger Hahn erbt von seinem Vater den wichtigsten Job auf dem Hof: Er muss täglich die Sonne wecken. Eine Tätigkeit, die ernst genommen werden will. Und der Junge nimmt sie verdammt ernst. - Das Bild von seinem Herrn Papa, einem stolzen Gockel, der bepackt mit einem Notenbündel sein allmorgendliches Weckkonzert veranstaltet, ist ihm deutlich vor Augen. Aber als es ihm mit selbstbewusst geschwellter Brust und sich seiner Verantwortung wohl bewusst zum ersten Mal gelingt, die Sonne zu wecken, erlebt er im Anschluss eine herbe Enttäuschung. Statt begeistertem Lob klären ihn die Tiere der Reihe nach auf, das es überhaupt nicht sein Verdienst gewesen sei. Hedi, das kesse Hühnchen mit dem gepunkteten Mini, genauso alt wie unser Held, beginnt mit der Miesmacherei. Und erklärt ihm auch prompt etwas von Erde als Kugel, die um die Sonne fliegt. Auch Paulus, der Hofhund, und Elvira, das Schwein, sind der Meinung, dass der Sonnenaufgang keine Großtat eines Hahns ist. Da nützt aller mütterlicher Trost nichts: unser Hahn stürzt in eine tiefe Sinnkrise als er merkt, dass die anderen tatsächlich Recht haben... Zur Rezension beim Titel-Magazin..." 11.07.11

und im fenster immer noch wetter von Spaceman Spiff
"Nachdem Spaceman Spiff letztes Jahr gemeinsam mit dem Hamburger Autor und Filmemacher Finn-Ole Heinrich die gelungene Kombination von gesprochenem und gesungenen Wort "du drehst den Kopf, ich dreh den Kopf" präsentierte, landet er nun wieder auf gewohntem Terrain. - Hannes Wittmer ist der bürgerliche Name des jungen Mannes, der sich in Anlehnung an einen Comic-Charakter Spaceman Spiff nennt. Mit seinem, für einen Mann des Alls einleuchtenden Namen Bodenangst betitelten Debut, konnte er sich schon eine Menge Freunde machen. Mit "und im fenster immer noch wetter" wird sich der mittlerweile in Hamburg lebende Würzburger wohl endgültig als ernstzunehmender Vertreter einer neuen Generation deutscher Songwriter – oder »Liedermacher« – etablieren können. Zur Rezension beim Titel-Magazin" 24.06.11

Gott höchstselbst von Marc-Antoine Mathieu
"Der Schöpfer im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit - Nach zweijähriger Abwesenheit kehrt einer der hellsten Köpfe auf die Comic-Bühne zurück und beweist mit Gott höchstselbst, dass es so ein Kreuz ist mit der Originalität ...

Über Marc-Antoine Mathieu braucht man nicht viele Worte verlieren. Der 1959 geborene Franzose studierte an der École des Beaux-Arts in Angers, bevor seine Karriere 1990 mit Der Ursprung so richtig durchstartete. Dem mehrfach ausgezeichneten Comic um Julius Corentin Acquefacques folgten bis 2004 vier weitere Bände. Mit den Geschichten über den Angestellten im Ministerium für Humor lieferte Marc-Antoine Mathieu schlichtweg eine der originellsten Reihen ab, die auf dem Comic-Markt in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu haben war. In seinem jüngsten Werk hat sich der Autor und Zeichner keinen Geringeren als den Allmächtigen höchstpersönlich vorgenommen.

Alles beginnt mit einer Volkszählung. Plötzlich steht da ein bärtiger Mann mit schlohweißem Haar vor den Beamten und behauptet, Gott zu sein. Die üblichen Reflexe werden bemüht: Anfänglichem Gelächter folgen Skepsis, Staunen und schließlich bedingungslose Euphorie, als Gottes Echtheit verifiziert scheint. Der Schöpfer wird zur Jahrhundertentdeckung stilisiert und – wie könnte es heutzutage anders sein – ordnungsgemäß vermarktet.

Zur Rezension beim Titel-Magazin..." 14.06.11

Motherless Brooklyn von Jonathan Lethem
"Tourette de Force - Lethem gelingt es, das Tourette-Syndrom - das die Betroffenen unkontrolliert tatschen, zucken, schreien, reimen, fluchen, kurz: Tics haben lässt - über Slapstick und Fallstudie hinaus zu ästhetisieren ... - Im einundzwanzigsten Jahrhundert gibt es nichts mehr Neues. Die populären Romane des neunzehnten bevölkerten Waisen, die des zwanzigsten Detektive. Wir Spätgeborenen lesen von Waisen, die Detektive werden. Und alles ist populär. In unserem Fall heißt der elternlose Ermittler Lionel Essrog; und das Waisenhaus steht, wo ein ordentliches Asyl heute stehen muss: in Brooklyn. Lionel ist fünfzehn, als der "Transportunternehmer" Frank Minna ihn und seine Mitschüler Tony, Danny und Gilbert zum ersten Mal für einen Gelegenheitsjob abholt. Für zwanzig Dollar und ein Bier verladen die pubertierenden Leiharbeiter Kisten unbekannten Inhalts. So geht es weiter, bis aus den Jungen die "Minna Men" geworden sind, und ihr Boss den Fahrdienst zu einer Detektei umwidmet. Zur Rezension beim Titel-Magazin" 08.06.11

Blut im Wasser von Alexander Schimmelbusch
"Dekadente Reiche suchen Sinn. Blut im Wasser von Alexander Schimmelbusch gewann auf der Frankfurter Buchmesse den Publikumspreis der Independent-Verlage („Hot List“). - Im Sinkflug hieß 2005 der Debütroman von Alexander Schimmelbusch. Erschienen beim Luftschacht Verlag in Wien und zu wenig beachtet. Rasant abwärts ging es darin für den Protagonisten, einen Finanzinvestor (übrigens arbeitete der 1975 geborene Autor lange als ein solcher in London), letztlich geht der ins Wasser – allerdings nicht aufgrund materieller Verarmung. Mit dem heutigen Wissen um den weltwirtschaftlichen Sinkflug, den diese Herren zu verantworten haben, lohnte sich definitiv eine erneute Lektüre. Zur Rezension beim Titel-Magazin..." 23.05.11

Istanbul, mit scharfe Soße? von Alexandra Klobouk
"Scharfe Soße? Aber gerne! - Der Rezensent gibt zu, eine bestimmte Sorte von krampfhaft lustigen deutschen Büchern über unsere Nachbarn (Maria, ihm schmeckt’s nicht!) überhaupt nicht zu mögen. Und war dafür umso positiver überrascht, als er das charmante Büchlein Istanbul, mit scharfe Soße? der Berlinerin Alexandra Klobouk zur Hand nahm ... Denn Klobouk hat etwas getan, was eigentlich selbstverständlich sein müsste, wenn man Zweifel an gängigen Botschaften und Diskursen bekommt: selbst zu sehen und selbst zu hören. In diesem Fall die Türken und die Türkei. Aufmerksam geworden durch eine ungewöhnliche Fernsehsendung über die Musikszene Istanbuls entschloß sie sich, ein Semester ihres Grafikstudiums dort zu verbringen, nicht ohne einen Türkisch-Sprachkurs allerdings. Es war Liebe auf den ersten Blick, deren Frucht, weil Klobouk eben Grafikerin ist, ein wundervolles Bilderbuch geworden ist. In dessen sympathische arbeitende, handelnde, Tee schlürfende, weinende und lachende Strichmännchen und -weibchen sich der Rezensent seinerseits verliebt hat. Sein absoluter Favorit: der nachdenkliche wie ironische Blick auf die ungezählten Möglichkeiten türkischer Frauen, sich halb oder ganz oder nur marginal islamisch zu verhüllen und dabei, außer dem Haar natürlich, erstaunlich viel zu zeigen. Das muss man sehen, um es nachher auf den Kreuzberger Straßen zu überprüfen. Zur Rezension beim Titel-Magazin..." 13.05.11

Jenseits von Kerascoët, Fabien Vehlmann
"Vorsicht. Auch wenn auf dem Cover dieses Comics ein süßes Mädchen im gepunkteten Flatterrock mit großen Augen um sich schaut: Dies ist kein Buch für Kinder. Auch nicht für jeden Erwachsenen. Jolies ténèbres, der französische Titel, klingt zwar hübsch (wie „hübsche Finsternis“ eben), aber was in dieser Schattenwelt geschieht, ist alles andere. Jenseits lautet der deutsche Titel. Wie das Jenseits, zum Beispiel. Oder wie „Jenseits von Gut und Böse“? Zur Rezension beim Titel-Magazin..." 06.05.11

Blickdicht von Lutz Steinbrück
"2008 hat Lutz Steinbrück, Jahrgang 1972, sein Debut Fluchtpunkt:Perspektiven im Berliner Lunardi Verlag vorgelegt. Unter diesem sehr optischen, gar malerischen Titel zog Steinbrück das globale, sozioökonomische Geschehen auf den Blickpunkt großstädtischer, flüchtiger Anblicke. Diese Dynamik und Zusammenschau liegt auch seinem nun erschienen zweiten Lyrikband zugrunde. Die optischen Vorzeichen des Titels haben sich jedoch umgekehrt... Zur Rezension beim Titel-Magazin" 29.04.11

Buddeln 1-3 von Arne Nielsen
"Die „großen Gefühle“ sind hier ab-, nein ausgestorben! Die seelische Taubheit inmitten einer visionslosen Welt ist es, die das Abgründige dieser Geschichten hervorruft. Und erzählökonomisch sind Arne Nielsens Texte wirklich kleine Wunderwerke, an denen sich manch angehender Schriftsteller üben und die allzu dicken rhetorischen Hörner abstoßen kann. Doch es ist fast so, als ob Nielsen darin sogar einige Schritte zu weit gehen würde ... Zur Rezension beim Titel-Magazin" 21.04.11

Gift von Peer Meter, Barbara Yelin
"Zwischenstopp Bremen - Ein bisschen Serienkiller, ein bisschen Geschichtsunterricht, ein bisschen Gruseln und ein bisschen Sozialkritik - und dann noch als Comic. Das sollte doch ein Selbstläufer sein? Die Geschichte der Bremer Giftmörderin Gesche Gottfried hat seit deren Hinrichtung 1831 kaum an dunkler Faszination verloren. Das erste Buch über die Frau, die in knapp fünfzehn Jahren ebensoviele Menschen vergiftet hatte - darunter ihre Ehemänner, Eltern, Kinder -, erschien nur einen Tag nach ihrer Hinrichtung. Die bekannteste Bearbeitung ist wohl Rainer Werner Fassbinders Film Bremer Freiheit (1971). Der gebürtige Bremer Peer Meter, u.a. auch der Herausgeber der Verhörakten Gottfrieds, hat nun gemeinsam mit der Zeichnerin Barbara Yelin eine Graphic Novel veröffentlicht, die die Geschichte ein weiteres Mal aufbereiten soll. Zur Rezension beim Titel-Magazin..." 15.04.11

Auf einem blauen Elefanten von Christoph D. Brumme
"Tour de Wolga - Mit einem normalen Tourenrad durchquert der Autor Polen, die Ukraine und Russland – doch zuweilen staunen die Einheimischen, als ob da jemand auf einem blauen Elefanten daher geritten käme. Zugegeben, reizvoll ist diese Vorstellung schon: sich eine Auszeit nehmen, die Satteltaschen packen und einfach losfahren – wie der Schriftsteller Christoph D. Brumme. Der macht sich im Mai 2007 auf den Weg. Im Gepäck ausgewählte Lektüre: Kafka und Kleist, Dostojewski und Beckett. Im Brustbeutel um den Hals: ein kleines Diktiergerät mit 18 Stunden Aufnahmezeit. In der Lenkertasche: ein scharfes Messer. Das Ziel: Saratov, eine russische Stadt an der Wolga. Zur Rezension beim Titel-Magazin..." 09.04.11

Agrippina von Claire Bretécher
"Wie klingt Bretécher, wenn sie lacht? - Einst war Claire Bretécher die einzige Comic-Künstlerin, die wir kannten. Nun ist, nach vielen Jahren, von der Französin ein neuer Agrippina-Band auf deutsch erschienen. Ein Anlass zur Rückbesinnung ... BRAVO war natürlich die Aufklärungs-Lektüre Nummer eins. Ende der 1970er las eine exkurrikular interessierte Schülerin aber auch die Emma. Was ist Frau, und wer sind ihre Feinde? Schlüpfriges im Comic fand sich bei Reiser, und für die weibliche Selbsterkundung war die Französin Claire Bretécher zuständig, mit einer Alben-Reihe, die schlicht Die Frustrierten hieß ... zur Rezension beim Titel-Magazin" 01.04.11

In seiner eigenen Schreibe von John Lennon
"»Surrealism to me is reality« - Skurrile Non-Sense-Texte, anspielungsreiche Gedichte, groteske Comedy – John Lennons In seiner eigener Schreibe ist eine Sammlung des Andersartigen, Herausstechenden, manchmal durchaus Provozierenden. Auch noch nach fast 50 Jahren. Lennon überrascht mit kleinen Fragmenten, literarischen Einfällen, Parodien, skurrilen Illustrationen. Er notiert sie scheinbar so nebenbei zwischen Proben, Aufnahmen und PR-Terminen auf Notizzetteln und Papierservietten. Alltagsszenen inspirieren ihn, die Busfahrt zur Arbeit, der Bobby an der Straßenkreuzung, die Stimmung in einer Hafenkneipe, Auseinandersetzungen in Beziehungen. Lennon erweckt mit seiner Schreibe, seiner Sprechweise seine Geburtsstadt Liverpool zum Leben... Zur Rezension beim Titel-Magazin" 25.03.11

Du Gruselgorilla! von Isabel Pin, Heinz Janisch
"Eigentlich sind Liebe und Wut ja zwei Dinge, die sich schlecht unter einen Hut bringen lassen. Allerdings bedürfen beide Gefühlsregungen verstärkt des verbalen Ausdrucks - selbst schon in jungen Jahren. Hier wurde jetzt Abhilfe geschaffen für alle, die dabei dringend Unterstützung brauchen. Zur Rezension beim Titel-Magazin..." 18.03.11

Hier und jetzt von Uri Gordon
"Wollen Sie sich einen Überblick über den Anarchismus und seine aktuellen Tendenzen verschaffen? Hier finden Sie ihn! - Der neue Anarchismus, der sich seit den 1960er Jahren entwickelt hat und ab der Jahrtausendwende nochmals Auftrieb bekam, besticht durch seine Heterogenität, seine bunte Vielfalt und Offenheit, die es nicht immer erlauben an alte anarchistische Utopien des 19. Jahrhunderts anzuknüpfen. Detailliert anarchistische Zukunftsmodelle haben ausgedient, ebenso zielführende Revolutionen, die von anarchistischen Idealgesellschaften träumen; die Ablehnung von Staat und Kapitalismus sind jetzt nur noch Sonderfälle einer stets selbstgestalteten, emanzipatorischen und ganz allgemein gegen Herrschaft und Kapital eingestellten, sich horizontal und dezentral organisierenden Bewegung. Zur Rezension beim Titel-Magazin... " 11.03.11

Der Aufstand kommt von Unsichtbares Komitee
"Seit einigen Monaten rauscht es gewaltig im deutschen Blätterwald. Die Schrift Der kommende Aufstand eines namenlosen französischen Autorenkollektivs kritisiert ungeschminkt die Zivilisation westlicher Prägung, ausgehend von den Aufständen französischer Jugendlicher aus den Pariser Vorstädten. Seit seiner Veröffentlichung unterliegt das Werk einem heftigen Kampf um die ideologische Deutungshoheit: Linkes Politmanifest? Rechtes Ideologiekonzept? Terroristenhandbuch? Es ist an der Zeit, die weltanschauliche Voreingenommenheit über Bord zu werfen und den Blick auf die Inhalte zu lenken. Handelt es sich bei dieser Streitschrift tatsächlich um revolutionäre Gebrauchslyrik? Ist der Text eine Bestandsaufnahme westlicher Gesellschaften am Vorabend des Umsturzes? Oder reine Poesie? Zur Rezension beim Titel-Magazin..." 04.03.11

Nachrichten aus der Luft von Nora Gomringer
"Honiglich bitter im Abgang - Nachrichten aus dem Netz: „Nora schürft Gold – Kehlchen ist ihr öd“, heißt es auf der Homepage von Nora Gomringer. Goldige Preise hat die 30-jährige Lyrikerin und Performance-Künstlerin schon viele erhalten, ihre Liste ist lang. Auch der Gomringersche Herbst ist Gold wert: Ihr gerade erschienener Gedichtband fängt Nachrichten aus der Luft ein – Stimmungen von heiter bis wolkig über Gewitter bis zu lachendem Sonnenschein; internationale Luftströmungen umgeben ihre Wortflugkünste. Zur Rezension beim Titel-Magazin..." 25.02.11

Streumen von Ulrike Almut Sandig
"Nicht ganz bedenkenlos ist „Streumen“ in einen Naturlyrikkatalog einzuordnen, noch ungewisser aber in jenen der Liebesgedichte. Als Leser habe ich eine Vermutung: Es geht viel um „schwesterlichkeit“, um eine etwas verschwiemelte „geschwisterlichkeit der mauersegler“, und ich bin froh, eines der wenigen „du“ in dem Buch entdeckt zu haben. Dennoch: Mit der Benennung des „du“ wird, dem Grundgedanken des Bands entsprechend, gerade dessen Abwesenheit kenntlich. Zur Rezension geht es hier... " 24.01.11

Landungen von Michael Ebmeyer
"Michael Ebmeyer hat bei Kein & Aber seinen zweiten Roman herausgebracht. Nach Der Neuling (2009) nun - durch die eigene Familiengeschichte inspiriert - ein weiterer "Reise"-Roman: Landungen. Er beginnt im Jahr 1869 und erstreckt sich über die 68er-Jahre beinahe bis in die Heutezeit. Zum Interview mit dem TITEL-Kulturmagazin geht es hier" 30.11.10

Beat Stories von Diverse Autoren
"Sgt. Pepper bittet ins Jugendheim, "Satisfaction" guaranteed! Eltern mussten draußen bleiben, erste Küsse und letzte Versprechungen duldeten keine erwachsenen Zeugen. Nur eine mitreißende Musik durfte hinein - Beat. Weiter zur Rezension bei TITEL-Kulturmagazin geht es hier" 23.11.10

Ein Fahrrad für die Flussgötter von Birgit Virnich
"Birgit Virnich ist durch Afrika gefahren, um zu beobachten und zu verstehen. Die Reportagensammlung Ein Fahrrad für die Flussgötter wandelt auf dem schmalen Grat zwischen Mensch und Politik. Weiter zur Rezension bei TITEL-Kulturmagazin geht es hier " 23.11.10

Zwei an einem Tag von David Nicholls
"Der Roman besticht auf den ersten Blick durch die Idee, dass es da zwei gibt, die voneinander angezogen sind, sich jährlich wieder treffen und doch nie zueinander finden. Weiter zur Rezension bei TITEL-Kulturmagazin geht es hier" 23.11.10

Was zusammengehört von Markus Feldenkirchen
"Die erste große Liebe prägt das weitere Leben. Das zeigt uns Markus Feldenkirchen in seinem beeindruckenden Debütroman Was zusammengehört und entwirft dabei gleichzeitig das Porträt einer ganzen Generation. Weiter zur Rezension bei TITEL-Kulturmagazin geht es hier" 23.11.10

Baby's in Black von Arne Bellstorf
"„Ich fahr nach Hamburg!“ beschließt der Kunststudent und Bassspieler Stuart Sutcliffe im Film Backbeat, und das tut er dann auch, zusammen mit seinem Kumpel John Lennon und der noch wenig bekannten Combo Beatles. In der Hansestadt treffen die Liverpooler Musiker auf eine blonde Fotografin, die der Band ihren Bassisten ausspannt und die Jungs zu einer neuen Frisur inspiriert - Astrid Kirchherr. Seit der legendären Begegnung zwischen Kirchherr, Sutcliffe und den Beatles sind 50 Jahre vergangen, und pünktlich zu diesem Jubiläum wird nun das Graphic Novel des 30-jährigen Comic-Künstlers Arne Bellstorf erscheinen, mit einer Geschichte, die den geschichtsträchtigen Moment mit feinem Hamburger Understatement aufnimmt. Titel: Baby’s in Black. Weiter zur Rezension bei TITEL-Kulturmagazin geht es hier" 03.11.10