Verbrecher Verlag

Berlin

Über Verbrecher Verlag
Werner Labisch und Jörg Sundermeier gründeten 1994 in Berlin den Verbrecher Verlag. Der Name entstand ebenso wie das Logo aus einer Laune heraus und hat nichts mit dem Krimi-Genre zu tun. Nach einer zögerlichen Anlaufphase publizierten sie im Jahr 1999 ihr zweites Buch, verlegten ab diesem Zeitpunkt kontinuierlich neue Titel und veranstalteten regelmäßig die Verbrecherversammlungen, erst im Kaffee Burger, dann im Festsaal Kreuzberg und jetzt in der Bar Monarch.

April 2008 - Verlag der Woche bei TUBUK:
Jörg Sundermeier im Gespräch anzeigen »

Dabei seit: 17. Dezember 2007

BLOG

Nino Haratischwili im taz-Gespräch, Moderation Doris Akrap

Leipzig, 18. März 2010
Nino Haratischwili im taz-Gespräch, Moderation Doris Akrap

taz, Halle 5, Stand D412 15.03.10 10:29 Uhr
Lesungen des Verbrecher Verlages

Knud Kohr - In Cuxhaven

Hildesheim, 18. März 2010
Fest steht: Ein Mann kommt in seine Heimatstadt, um das Foto eines anderen Mannes zu finden, der vor 73 Jahren ertrunken ist. Aber: Dort gelingt einem achtjährigen Jungen die längste Alleinfahrt in der Geschichte der Tour de France. Aber: Dort verführt ein 220 Zentimeter großer Kakerlak eine schöne Bäckereifachverkäuferin. Aber: Dort versuchen Söhne Äpfel von Eiben zu pflücken, feiern Großonkel Silvester um 22 Uhr 14, und ein weiteres Foto dreht sich ständig um, obwohl es mit dem Rücken nach oben auf einem Steintisch liegen soll. Fest steht: Das alles passiert. In einer ganz normalen Woche. In Cuxhaven. 15.03.10 10:29 Uhr
Kulturfabrik Löseke

Benjamin Stein stellt vor: „So nackt an dich gewendet“ von Charlotte Grasnick

Leipzig, 18. März 2010
Benjamin Stein stellt vor: „So nackt an dich gewendet“ von Charlotte Grasnick

Leseinsel Junge Verlage, Halle 5, Stand E200 15.03.10 10:28 Uhr
Lesungen des Verbrecher Verlages

Ronald M. Schernikau: Königin im Dreck. Texte zur Zeit - gelesen von Thomas Keck und Jörg Sundermeier

Berlin, 23. März 2010
Ronald M. Schernikau: "Königin im Dreck. Texte zur Zeit" gelesen von Thomas Keck und Jörg Sundermeier

"Königin im Dreck" versammelt erstmals Beiträge Ronald M. Schernikaus für Zeitungen, Journale und Anthologien. Zeittexte – Reportagen, Gedichtinterpretationen, Berichte, Glossen, Interviews –, die nach wie vor brennenden Fragen nachgehen: Wieso sind die Schlager der DDR so gut? Was macht ein revolutionärer Künstler ohne Revolution? Ficken in Zeiten von AIDS? Das Besondre am Sonett? Wie wird ein Brötchen ein Brötchen im Sozialismus? Wofür verkaufe ich mich eigentlich, wie gehe ich mit Größe durch den Schund der Zeit? Die umfassende Auswahl belegt noch am kleinsten Text Schernikaus Zugriff: Leben ohne Haltung, Kunst ohne Politik wird nicht zu haben sein.

Ronald M. Schernikau, geboren 1960 in Magdeburg, DDR, aufgewachsen in Hannover, BRD. 1980 Umzug nach Westberlin, Studium der Germanistik, Philosophie und Psychologie. Ab 1986 Studium am "Institut für Literatur Johannes R. Becher " in Leipzig, DDR. 1989 Staatsbürgerschaft der DDR und Übersiedlung nach Berlin. Dramaturg Hörfunk und Fernsehen bis zu seinem Tod 1991. Veröffentlichungen: "kleinstadtnovelle" (1980, 2002), "die tage in l." (1989, 2001), "legende" (1999). www.schernikau.net 15.03.10 10:27 Uhr
Verbrecher Versammlung

Berge und Täler, davor Männer und Frauen | Gedichte

Berlin, 16. März 2010
René Hamann liest aus seinem Gedichtband "Berge und Täler, davor Männer und Frauen"

Überschärft wie mit der Photoshop-Filter-Funktion „unscharf maskieren“ bearbeitet und hernach in der Ebenenfunktion mittels „multiplizieren“ vereint: Dermaßen stehen die Kulissen-, die Figuren-, Handlungs- und möglicherweise Erinnerungsebenen der Gedichte des 1971 in Solingen geborenen, in Emmerich am Rhein aufgewachsenen und in Berlin lebenden René Hamann zueinander: Das eine scheint durch das andere hindurch, stärkt und dunkelt es zugleich: Alles ist Hinter- und alles ist Vordergrund, wie eine der zahllosen, nur noch am Dialektfirnis erkennbaren, in Berlin gelebten Heimaten. Und keineswegs selbstverständlich ist seine „Provinz“ das Thema dieses Lyrikers. In fassbinderschen und brinkmannschen Traditionen stehend, erdet oder „reduziert“ Hamann die einzelnen Ge-Schichten immer wieder auf das Weiß der Hintergrundebene: Eine Technik, die die Pointen („im unterstand jeder mensch / ein bett, mancher nur ein halbes“) vieldeutig verschleift oder sie wie in Lütticher Str. 58 („erzähl mir, woher ich dich kenne / deine muttermale sagen mir nichts“) mit den oft sprechenden Namen – wie gesagt – überschärfter Ortsbestimmung konfrontiert. Es sind Gedichte, die es gar nicht erst versuchen, sich den Perversionen der Zusammenhänge (z. B. von Erscheinung und Verschwinden, von Meinung und Farbe, von Name und Funktion) zu entziehen, sie der Ebene des Sprechens anzuverwandeln. Es sind Gedichte, die mich, den Lesenden, dazu provozieren, die eigenen längst von negativer Gravitation dominierten Zusammenhänge wachzurufen, und sei es nur, um wiedermal nach-zusehen, was richtig ist und was falsch. (S. Anderson) 15.03.10 10:25 Uhr
Verbrecher Versammlung

Verbrecher Versammlung am 24.11.2009 Sundermeier und Regener lesen aus "Almatastr."

Berlin, 24. November 2009
„Lag morgens lange im Bett. So endet dieser Tag.“ Eine Straße in Bremen-Walle. Almatastraße. Ein Hochhaus, darin ein Mann. Den ganzen 18. Stock hat er für sich, durch einen Zufall. Ein trauriger Denker ist er, ein armer Schlucker, gepeinigt von den Mitmenschen und der elenden Umwelt. Nicht einmal sein Freund Clemens versteht ihn. Und auch die Liebe bietet keinen Ausweg. Germar Grimsen eröffnet in „Almatastr.“ ein Panorama der Ausweglosigkeit, er bietet das Tagebuch eines Misanthropen, den Leserinnen und Lesern zum Vergnügen – denn „Almatastr.“ ist ein äußerst komisches, ein ungemein erheiterndes Buch. „Biß in Schmelzkäse. Zahnfleischbluten.“
Germar Grimsen, geboren 1958, lebt als freier Schriftsteller in Bremen. Im Eichborn Verlag erschienen das gemeinsam mit dem „Herr Lehmann“-Autor Sven Regener verfasste Buch „Angulus Durus“ (2006) sowie der umfangreiche Roman „Hinter Büchern. Der Reigen“ (2007).

Es lesen Sven Regener und Jörg Sundermeier. Der Autor wird anwesend sein. 23.11.09 11:17 Uhr
VERBRECHER VERSAMMLUNG

Sascha Hommer – „Vier Augen“

Berlin, 10. November 2009
"Ich muss wieder ich selbst werden." Wie aber geht das, wenn man nicht weiß, wer man eigentlich ist? Eine Kleinstadt im Schwarzwald, Ende der Neunzigerjahre. Sascha steht kurz vor dem Abitur, meint, in Julia die große Liebe gefunden zu haben – alles scheint möglich. Doch langsam verwandelt sich die Gegenwart, die von hoffnungsfrohen Zukunftsplänen bestimmt ist, in einen Albtraum: Seine Freunde, mit denen er regelmäßig Marihuana raucht, nehmen immer härtere Drogen, die anfänglich entspannenden Trips werden nach und nach zu Horrorerlebnissen, und Julia erweist sich als magersüchtig…
Nach seinem viel beachteten Buchdebüt "Insekt" legt Sascha Hommer, 1979 geboren und Herausgeber des Magazins "Orang", eine autobiografische Comic-Erzählung vor. Wie Chester Browns "Fuck", an das die feinstrichigen Zeichnungen und die lakonische, alles andere als sensationslüsterne Beschreibung der Psyche eines orientierungslosen Jugendlichen erinnern, ist "Vier Augen" zugleich das mitunter verstörende Porträt einer Generation. 06.11.09 12:50 Uhr
VERBRECHER VERSAMMLUNG

Wolfgang Frömberg: "Spucke"

Berlin, 27. Oktober 2009
“Soll ein Schriftsteller sich etwa dafür entschuldigen, dass er ein Leben hat?” Förster hat großen Hunger und eine Menge Durst. Er will wissen, was die Kunst mit seinem Alltag zu tun hat. Verfolgt von Gedanken und Romanfiguren verschiedener Schriftsteller, die er als Journalist interviewt, begibt er sich auf die Spur der eigenen Geschichte. Gemeinsam mit gut informierten Freunden plant er eine widerständige Aktion in der Spucke-Redaktion, um angestautes Wissen in die Tat umzusetzen. Doch die Zombie Nation schläft nicht…
Ein brisanter und raffiniert konstruierter Bildungsroman über einen Kopfarbeiter, dessen Vater noch mit den Händen ans Werk ging.
Wolfgang Frömberg wurde 1973 geboren und lebt in Köln. 23.10.09 13:18 Uhr
Verbrecher Versammlung

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