Wonneberger
33, Berlin
Normalerweise
lese ich, bis die Augen bluten. Und esse, bis der Magen spannt. Trinke, bis ich nicht mehr kann. Lüfte nie, bewege mich selten.
Ich würde nie
Lotto spielen, warte aber jede Woche auf den Jackpotgewinn...
Ich mag
alle Sportarten, bei deren Ausübung man ein Bierglas halten kann
EMPFOHLENE BÜCHER
Unfun
Matias Faldbakken
Blumenbar
Parzelle Paradies
Annett Gröschner
Edition Nautilus
Musikcafé Wolfsburg
Max Müller
Verbrecher Verlag
Die Elfe im Schlafsack
Wolfgang Müller
Verbrecher Verlag
Alles andere als ein Held
Rudolf Lorenzen
Verbrecher Verlag
Die sieben Weiber des Blaubart
Ludwig Tieck
Textem-Verlag








KOMMENTARE
Unfun von Matias Faldbakken
"Endlich!! Und ganz der Alte! Naja, so ganz kann der dritte Teil der "skandinavischen Misanthropie" mit den Vorgängern nicht mithalten, aber ein paar Tabus hat Faldbakken noch aufgetan, die er hier aufs köstlichste verhackstücken kann. Faldbakken macht wirklich süchtig..." 04.03.09
Das Zebra hat schwarze Streifen, damit man die weißen besser sieht von Johanna Straub
"Hmm, eine gute Idee, Stoff für einen berstenden Sechshundertseiter, hier abgehandelt auf ca. 200 Seiten, die spätestens nach der Hälfte das Lesen schwer machen. Die zwölf Erzählperspektiven, die weite zeitliche Spanne, der Versuch einer Zukunftsvision: all das schreit nach literarischer Virtuosität, nach wechselndem Tonfall in den jeweiligen Erzählperspektiven, nach einer Entwicklung (oder sehr gerne auch dem Ausbleiben einer Entwicklung, das aber auch als solches dargestellt sein müsste), einer zugrundeliegenden These, jedenfalls nach mehr als nur einer formalen und gestalterischen Idee. Spätestens die in der Zukunft spielenden Kapitel sind nur schwer zu ertragen, so schlicht und uninspiriert sind sie erzählt. Wahrscheinlich bin ich jetzt aber auch nur so ungnädig, weil ich davor das um Klassen bessere "Wallner beginnt zu fliegen" von Thomas von Steinaecker gelesen habe, der seinen Blick in die Zukunft viel souveräner und glaubwürdiger gestaltet und mit einer Aussage versehen hat. " 10.02.09
Arraia von Anne Zielke
"Hmm, die Frau kann schreiben, keine Frage. Sie schreibt sogar ausgesprochen gut. Aber diese typischen jungdeutschen Protagonisten werden auch im brasilianischen Urwald nicht spannender, selbst wenn sie von exotischen Rochentieren (?) lebensgefährlich verletzt werden... Naja, das ist jetzt Mäkelei auf höchstem Niveau - ich warte einfach geduldig auf ihr nächstes Buch." 10.02.09
Kuhls Kosmos von Thor Kunkel
"Wissen die Frankfurter eigentlich, was für wunderbare Trash-Perlen Thor Kunkel über ihre Stadt schreibt? Dieses Buch ist eine Art Fortsetzung seines legendären "Schwarzlicht-Terrarium", die Helden straucheln hier weiter durch eine kapuute Welt. Teilweise hat Kunkel etwas dick aufgetragen, teilweise holpert es sprachlich ganz schön, aber seine kranke Phantasie macht das alles wieder wett. Ja, die Szene im Kaufhaus ist schon unschlagbar, aber auch der Einbruch bei dem Mann ohne Gesicht ist ziemlich bizarr. Trash noir, für Freunde der derben Kost. " 10.02.09
Parzelle Paradies von Annett Gröschner
"Dass die Danziger mal Dimitroffstraße hieß, wusste ich ehrlich gesagt nicht. Dass dort noch Leute leben, denen bis heute das "Dimitroff" auf der Zunge liegt, wenn sie "Danziger" sagen, könnte man auch leicht übersehen, wie all die verborgenen Menschen und Orte aus der Mitte Berlins, die Annett Gröschner hier beschreibt. Stimmt, die alten Leute sind aus dem Prenzlauer Berg mittlerweile fast vollständig verschwunden und keiner fragt, wo sie hin sind... Nach der Lektüre dieser Artikelsammlung habe ich die Stadt mit anderen Augen sehen gelernt - ein gutes Mittel gegen den Berlinwahn. Und überhaupt eines der besten neueren Bücher über Berlin, die ich gelesen habe." 09.02.09
Musikcafé Wolfsburg von Max Müller
"Teilweise grandios." 04.02.09
Die sieben Weiber des Blaubart von Ludwig Tieck
"Wer hätte gedacht, dass deutsche Klassiker so einen Spaß machen können..." 04.02.09
Der Gesang der Räder in den Schienen von Ruth Cerha
"Ein ganz tolles Debüt, souverän erzählt." 04.02.09
Hotel Iris von Yôko Ogawa
"Klar, hart, schön. Und fremd. Ein leises Buch über Macht und die Lust der Unterwerfung. Ihre anderen Bücher sind eher atmosphärisch-verträumt und haben mir geholfen, über meine Enttäuschung wegen Haruki Murakamis Fließbandproduktion hinwegzukommen, aber dieses fällt doch durch seine fiebrige Klarheit heraus. Eine Art japanischer Klassiker." 04.02.09
Der Ringfinger von Yôko Ogawa
"Wer von Murakami die Nase voll hat, sollte mal Yoko Ogawa probieren, am besten dieses Buch hier! Wunderbar!" 04.02.09
Wodka und Messer von Artur Becker
"Ein düsterer, wie benommen erzählter Roman aus der polnischen Provinz, wunderbare Athmosphäre, vielleicht manchmal etwas dick aufgetragen. Magischer Realismus mischt sich hier mit Poproman, wobei der Pop zunehmend dem Traum und den Mythen unterlegen ist. Tolles Buch." 04.02.09
Die Leidensblume von Nattersheim von Martina Kieninger
"Was für ein Kleinod! Was für eine Perle! Was für ein Riesen-Lesespaß! Für Katholiken eventuell nicht geeignet..." 04.02.09
Bombel von Mirosław Nahacz
"Ein wüster Monolog, endlos, bauernschlau, brilliant. In der jungen polnischen Literatur geht ja zur Zeit einiges...Nahacz kann sich locker mit Dorota Maslowska messen, auch Freunde von Stasiuk kommen auf ihre Kosten. Bombel könnte in oder um Dukla wohnen. Eine echte Entdeckung." 04.02.09
Für immer in Honig von Dietmar Dath
"Besser wären zwei Grippen. Ein Wahnsinnsbuch, sein bestes." 04.02.09