ohitsplastic

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KOMMENTARE

Man nehme Silber und Knoblauch, Erde und Salz von Ursula Timea Rossel
""Man nehme Silber und Knoblauch, Erde und Salz" lässt mich recht ratlos zurück. Stellenweise hab ich es sehr gerne gelesen, durch andere Teile musste ich mich regelrecht durchquälen. Tolle Bilder ["Die ganze Gruppe wurde zusehends gehässiger angesichts der Schleifspuren im Neuschnee, die von Schlittenkufen hätten stammen können, in Wirklichkeit jedoch von Wigands hängenden Mundwinkeln herrührten."] und ein großartiger Umgang mit der deutschen Sprache ["Ein Hilfskonstrukt, aber besser als gar nichts, die Weigerung, sich auszuliefern, eine sinnlose heroische Geste (heroische Gesten sind immer sinnlos. Nur sinnlose Gesten sind heroisch)."] haben mich zum Teil für die Längen entschädigt. Von der ersten Seite an habe ich mich auf den Schluss gefreut, der die Geschichte aufklärt. Zwar wurden im Verlauf mehrere Zusammenhänge klar, nur eine richtige Pointe gibt es nicht, das Aha-Erlebnis fehlt. Schade. So wirkt der Roman für mich ein wenig gewollt - jedes Fragment für sich hätte Stoff genug für eine fantastische Geschichte geliefert. Dass sich die Autorin selbst in das Geschehen einbringt, ist eine spannende Idee, die ich z.B. bei der Brautprinzessin sehr mochte, mich hier aber nur zusätzlich verwirrt. Aber wer weiß, vielleicht bin ich ja auch einfach nicht wahnsinnig genug, um die Geschichte in ihrer Ganzheit zu fassen. Fazit: Weder eine Empfehlung noch ein Abraten. "Man nehme Silber und Knoblauch, Erde und Salz" von Ursula Timea Rossel ist wirklich ein einzigartiges Buch. Man muss es selbst gelesen haben, um sich ein Urteil zu bilden. " 19.11.11